Zwei Frauen, beide mit Masken, stehen in einer Universitätsbibliothek und lächeln sich an

Studieren in Coronazeiten

Im Wintersemester 2021/2022 soll an Hessens Hochschulen die Präsenzlehre wieder möglichst zum Regelfall werden. Unter sorgsamer Beobachtung des Corona-Infektionsgeschehens gilt: so viel Normalität im Hochschulleben wie möglich und verantwortbar. Dazu hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst nach Anhörung und unter Beteiligung der Hochschulen des Landes Hessen Eckpunkte entwickelt. Sie legen fest, dass der Fokus der Präsenzangebote auf Lehrveranstaltungen mit diskursiven Inhalten wie Seminaren liegt sowie auf künstlerischen und praktischen Veranstaltungen.

6,5 Millionen Euro für Tests

Schon im Sommersemester haben die Hochschulen angesichts sinkender Inzidenzwerte mit weiteren Öffnungsschritten begonnen und für priorisierte Bereiche Präsenzveranstaltungen für Kleingruppen oder auch hybride Lehrformate entwickelt. Um diese Entwicklung zu unterstützen, auch in den Prüfungsphasen der vorlesungsfreien Zeit, hat das Land Mittel für Tests Studierender in Höhe von 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die weiteren Öffnungsschritte sollen vor allem den Studierenden zugutekommen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist allerdings der weitere Impffortschritt. Es wird erwartet, dass zum Beginn des Wintersemesters alle Impfwilligen und damit auch alle Studierenden ein Impfangebot erhalten haben.

8.500 Dosen Impfstoff für ausländische Studierende

Damit auch ausländische Studierende, die erstmalig oder wieder nach Deutschland einreisen, geimpft werden können, stellt das Land den Hochschulen ab September 2021 mindestens 8.500 Dosen des Impfstoffs der Firma Johnson & Johnson bereit, bei dem eine Dosis für den Impfschutz ausreicht. Eine individuelle ärztliche Beratung für die Abwägung bei der Anwendung dieses Impfstoffes ist Voraussetzung.

Weitere Eckpunkte für die Öffnung im Wintersemester sind:

  • Gezielte Unterstützung bestimmter Studierendengruppen, etwa von Studierenden, die ihr Hochschulstudium bislang vollständig oder weitestgehend unter den Ausnahmebedingungen der COVID-19-Pandemie verbracht haben oder die sich in der Abschlussphase befinden
  • passgenaue Hygiene- und Schutzkonzepte je nach Infektionsgeschehen
  • einfach zu handhabende Kontaktdatenerfassung wie Luca-App, Corona-Warn-App oder andere geeignete Systeme
  • Abhängig vom Impffortschritt bleiben Tests ein wichtiges Instrument
  • Bibliotheken sind bereits jetzt und auch im Wintersemester 2021/2022 unter Beachtung entsprechender Hygienemaßnahme als Lernorte geöffnet
  • Prüfungen sind wie bisher in Verantwortung der Hochschulen in Präsenz möglich, aber auch digitale Prüfungsformate sollen weiterhin (auch nach Ende der Pandemie) zum Einsatz kommen
  • Für Großveranstaltungen ist entscheidend, welche allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen mit Blick auf die jeweilige Situation vor Ort gelten

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