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FAQ

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona in Wissenschaft und Kultur

Wie kommen das Hessische Kabinett und das HMWK zu ihrer Risikobewertung?

Das Kabinett folgt, wie auch das HMWK und alle anderen hessischen Behörden, der Risikobewertung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Dieses übernimmt die Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts und ergänzt sie um Besonderheiten der regionalen Lagen in Hessen.

Was bedeutet Basisbetrieb?

In Wissenschaftseinrichtungen: Basisbetrieb der Wissenschaftseinrichtungen bedeutet, dass der Betrieb auf das zwingend Notwendige für Forschung und Lehre begrenzt wird. Der Vorlesungsbeginn wird auf den 20.April 2020 verschoben. Was immer digital möglich ist, erfolgt auf diesem Weg. Auch Bibliotheken und Mensen sind aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen. Für die übrigen Fälle wird insbesondere auf Verschiebungen gesetzt. Auch Bibliotheken und Mensen sind aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen.  Beschäftigte, die einer Risikogruppen angehören oder Kinder zu betreuen haben, arbeiten möglichst zu Hause. Menschenansammlungen und Reisen sind zu vermeiden.

In Kultureinrichtungen: Basisbetrieb der Kultureinrichtungen bedeutet, dass der Publikumsverkehr soweit wie möglich eingeschränkt wird. Bis einschließlich zum 19. April 2020 finden keine Theateraufführungen oder sonstige Kulturveranstaltungen in den staatlichen Kultureinrichtungen statt, die Museen sind für das Publikum geschlossen. Beschäftigte, die einer Risikogruppen angehören oder Kinder zu betreuen haben, sollen möglichst zu Hause arbeiten. Was immer digital möglich ist, erfolgt auf diesem Weg. Menschenansammlungen und Reisen werden vermieden.

Warum hat das Hessische Kabinett den Basisbetrieb eingeleitet?

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und der durch ihn hervorgerufenen Erkrankung COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Die Situation ist nach Einschätzung der WHO weltweit und in Deutschland sehr dynamisch und ernst zu nehmen. Das Robert-Koch-Institut, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie die Hessischen Gesundheitsämter verfolgen aktuell das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Das soll eine Anstrengung aller – des Staates und der Bevölkerung – sein.

Das Robert-Koch-Institut vermutet aktuell, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 durch Tröpfcheninfektion verbreitet wird. Sowohl in den Hochschulen als auch in Kultureinrichtungen des Landes kommen viele Menschen zusammen, so dass sich das Virus hier gut verbreiten kann. In großen Räumen werden zudem Belüftungsanlagen eingesetzt.

Notwendig ist nach der Einschätzung die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit. Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen.

Hierzu leistet der Basisbetrieb einen notwendigen Beitrag.

Inwieweit können Prüfungen stattfinden?

Die aktuelle Risikobewertung macht es notwendig, alle verschiebbaren Prüfungen zu verschieben. Für die Prüfungen zu Staatsexamen sind die Ministerien für Gesundheit (Medi-zin und Zahnmedizin, Pharmazie, Psychotherapie), Umwelt (Veterinärmedizin), Recht (Jura) und Kultus (Lehramt) zuständig. Hier gelten unterschiedliche Regelungen. Über den aktuellen Stand Auskunft geben können die Prüfungsämter: 
Sofern eine Prüfung ausnahmsweise zwingend notwendig stattfinden muss, ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Dies ist die aktuelle Empfehlung des HMSI.

Wie wirkt sich Corona auf die Themen rund um BAföG und AFBG aus?

Bitte beachten Sie dazu unsere FAQ-Liste zu BAföG- und AFBG-Themen.

Was gilt für kommunale und private Theater, Museen und Kunstorte?

Das Hessische Kabinett hat den Kommunen empfohlen, so zu verfahren wie das Land. Diese Empfehlung gilt auch für Kulturorte in anderer Trägerschaft.

Welche Hilfen gibt es für Kulturschaffende, denen aufgrund der Absagen wirtschaftliche Einbußen entstehen?

Wir nehmen die Sorgen aller Kulturschaffenden sehr ernst. Die Landesregierung stellt umfangreiche finanzielle Mittel bereit, um die Auswirkungen der Krise zu mildern. Der Landtag hat ein Hilfspaket in Höhe von insgesamt 8,5 Milliarden Euro beschlossen, das Soforthilfen, steuerliche Entlastungen und eine Erhöhung des Garantie- und Bürgschaftsrahmens umfasst. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass in diesem Paket Kulturschaffende, Kultureinrichtungen und Unternehmen aus der Kulturwirtschaft ausdrücklich mit adressiert sind.

Zu den wichtigsten Bestandteilen des Pakets gehört ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige, Soloselbstständige und freiberuflich Tätige. Es schließt Künstlerinnen und Künstler ein, ausdrücklich auch all diejenigen, die in der KSK versichert sind. Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten können unbürokratisch einen einmaligen Zuschuss von 10.000 Euro erhalten, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 20.000 Euro und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten 30.000 Euro.

Informationen zum Antragsverfahren finden Sie auf https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe 

Welche Hilfen gibt es für Vereine und andere Kultureinrichtungen?

Im Nachtragshaushalt sind viele Maßnahmen angelegt, die dazu dienen, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der schwierigen Lage so gut es geht abzufedern. Dazu zählen neben den Soforthilfen für Kulturschaffende (darunter auch kleine und mittlere Unternehmen, siehe oben) ausdrücklich finanzielle Hilfen für Vereine, Verbände und Kultureinrichtungen, die durch die Folgen der Pandemie in Gefahr geraten. Diese Hilfen werden in Kürze konkretisiert werden. Auch für wegfallende Einnahmen bei staatlichen Kultureinrichtungen und weiteren Institutionen des Landes ist ein Ausgleich im Nachtragshaushalt explizit verankert.

Was ist mit beantragten oder bereits bewilligten Projektfördermitteln?

Wir möchten den Geförderten bei der Anpassung der Förderung so gut es geht entgegenkommen, sei es für Verschiebungen, Veränderungen in digitale Formate oder den Fall von zwangsläufigen Absagen. Allerdings sind wir an die Regeln der Haushaltsführung gebunden. Der Umgang mit Fördermitteln angesichts der Pandemie betrifft dabei nicht nur den Kulturbereich, sondern ein breites Förderspektrum. An einer Lösung wird daher im Finanzministerium bereits gearbeitet. Es soll in Kürze entschieden werden, damit die EmpfängerInnen rasch Klarheit erhalten. Besonders für Veranstaltungen, die in den Monaten April und Mai geplant sind, bitten wir die Antragstellenden aber schon jetzt, Kontakt mit ihren AnsprechpartnerInnen in unserem Haus aufzunehmen und dort ihre Pläne so konkret wie möglich mit Zeitplänen und der dazugehörigen Kalkulation mitzuteilen.

Geht es am 20. April wirklich wieder los?

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst folgt wie die gesamte Landesregierung und alle anderen hessischen Behörden der Risikobewertung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Dieses übernimmt die Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts und ergänzt sie um Besonderheiten der regionalen Lagen in Hessen. Auf dieser Basis wird aufgrund der weiteren Entwicklung der Pandemie zu entscheiden sein, welche besonderen Vorkehrungen wann beendet werden können.

Welche Regelungen gelten für die Beschäftigten des Ministeriums und seiner Dienststellen?

Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, ist für die Hessische Landesverwaltung oberstes Gebot. Aus diesem Grund wird der Arbeitseinsatz der Beschäftigten über Pandemie-Pläne geregelt. Dabei wird auf besondere Risikogruppen und die sozialen Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rücksicht genommen. Es sind spezielle Kernbereiche definiert worden, so dass die Arbeitsfähigkeit der Landesverwaltung jederzeit sichergestellt ist. Um die sozialen Kontakte so gering wie möglich zu halten, wechseln sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem rotierenden Verfahren mit ihrem Einsatz in der Dienststelle und im Home-Office ab. Die Hessische Landesverwaltung versucht auf diese Weise die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und kommt so ihrer sozialen Verantwortung für die Beschäftigten und die Gesellschaft nach.

Wie soll ich mich verhalten?

Eigenschutz

Als Schutz – auch vor der Grippe – sind Bürgerinnen und Bürger dringend dazu aufgefordert, folgende Hygieneregeln einzuhalten:

  • Häufig und gründlich Hände waschen (auch Kinder und Jugendliche)
  • Husten und Niesen nur in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge (auch Kinder und Jugendliche)
  • Einmal-Taschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch in einem Mülleimer entsorgen
  • Kein Händeschütteln, keine Umarmungen / Wangenkuss
  • Nicht mit den Händen an Nase, Mund und Augen fassen (vor allem nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden, aber auch zu Hause)
  • Smartphone, Handy, Tablet etc. regelmäßig reinigen/desinfizieren
  • Grundsätzlich nur eigene Gläser und Besteck benutzen
  • Menschenansammlungen konsequent meiden
  • Reisen vermeiden
  • Soziale Kontakte beschränken und ein bis zwei Meter Abstand zu anderen halten
  • Zu Hause bleiben, wenn man erkrankt ist

Umgang mit der eigenen Angst

Das neuartige Virus löst große Ängste aus, auch weil es sich global ausbreitet und wir noch nicht alles über das Virus wissen. Nicht alle der Ängste haben mit dem Virus zu tun (z.B. wird eine bestehende Prüfungsangst vermutlich durch das neue Virus verstärkt).

Allgemeine Empfehlungen sind: Schauen Sie sich Ihre Angst genau an und gleichen Sie die Angst mit seriösen Informationen des Robert-Koch-Instituts ab. Schätzen Sie Ihre eigene Gefährdung aufgrund der Informationen des Robert-Koch-Instituts ab. Richten Sie Ihr Verhalten nach ihrer Gefährdungssituation. Prüfen Sie für sich, ob Entspannungsübungen Sie unterstützen.

Umgang mit dem Wegfall von Anregung und Geselligkeit

Die Schließung der Wissenschafts- und Kultureinrichtungen bedeutet einen starken Einschnitt in unsere menschlichen Bedürfnisse nach Anregungen und Geselligkeit. Dieses sollte zum Infektionsschutz nicht durch andere gesellige Veranstaltungen im privaten Bereich ersetzt werden. Nutzen Sie für die Geselligkeit Telefon und soziale Medien.

An wen wende ich mich, wenn ich weitergehende Fragen habe?

Mit allen Fragen zum Virus und zum Vorgehen bei einer möglichen Infektion ist die hessenweite Hotline unter der Nummer 0800-5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Wir bitten um Verständnis, dass wir als Ministerium nicht alle persönlichen Fragen zu Ihrer individuellen Situation beantworten können. Soweit diese im Zuständigkeitsbereich Ihrer Hochschule oder Ihrer Kultureinrichtung liegen, wenden Sie sich bitte an diese. Wir verstehen, dass die aktuelle Lage viele Fragen aufwirft. Bitte haben Sie gleichzeitig Verständnis, dass bei uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter einer ständigen Herausforderung stehen, Aufgaben und Fragestellungen nach Priorität zu behandeln.

An wen wende ich mich mit Vorschlägen für diese Seite?

Bitte wenden Sie sich mit Vorschlägen für weitere Fragen an die HMWK-Pressestelle.

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