Hessischer Film- und Kinopreis

Diese Förderpreise und Auszeichnungen für Filmemacher und Kinobetreiber werden einmal jährlich vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Alle Preisträger des 25. Hessischen Film- und Kinopreises auf der Bühne.
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Alle Preisträger des 25. Hessischen Film- und Kinopreises auf der Bühne.
© Markus Nass

Ehrenpreis des Ministerpräsidenten

Seit 2003 vergibt der Hessische Ministerpräsident im Rahmen der Verleihung der Hessischen Film- und Kinopreise einen Ehrenpreis. Diese Auszeichnung für besondere Leistungen im Film- und TV-Bereich ist nicht dotiert. Im Jahr 2016 erhielt der Schauspieler Klaus Maria Brandauer diesen Preis. In den Vorjahren hießen die Preisträger Michael Gwisdek, Iris Berben, Hannelore Hoger, Hannelore Elsner, Heiner Lauterbach, Gudrun Landgrebe, Suzanne von Borsody, Monica Bleibtreu, Günter Lamprecht, Vera Tschechowa, Hanna Schygulla, Margarethe von Trotta und Rosemarie Fendel.

Weitere Preiskategorien

Die Hessischen Film- und Kinopreise honorieren besondere Leistungen der hessischen Film- und Kinoszene und sind mit insgesamt 185.000 Euro dotiert. Die Förderpreise werden in folgenden fünf Kategorien vergeben:

Der Hessische Filmpreis

  • zeichnet hervorragende Spiel-, Dokumentar-, Kurz- oder Experimentalfilme aus,
  • ist mit 75.000 Euro ausgestattet,
  • kann auf maximal drei Filme verteilt werden,
  • wird an die Regisseurin oder den Regisseur des ausgewählten Films oder der ausgewählten Filme verliehen.

Der Hessische Hochschul-Filmpreis

Dieser Preis honoriert den besten Studienabschlussfilm an hessischen Ausbildungsstätten und ist mit 7.500 Euro dotiert.

Der Hessische Drehbuchpreis

Er wird an erfolgreiche Drehbuchautoren und Drehbücher mit einem Bezug zum Land Hessen verliehen und umfasst ein Preisgeld von 7.500 Euro. Das Drehbuch darf noch nicht verfilmt sein.

Der Hessische Kino-Kulturpreis für gewerbliche Kinos

  • zeichnet gewerbliche hessische Kinos aus, die nicht in öffentlicher Trägerschaft stehen,
  • wird für herausragendes kulturelles Engagement verliehen,
  • ist insgesamt mit 75.000 Euro dotiert,
  • umfasst eine Prämie für die Kinos von jeweils mindestens 7.500 Euro.

Der Hessische Kino-Kulturpreis für kommunale Kinos

  • wird an nicht gewerblich betriebene Abspielstätten, kommunale Kinos und Kinoinitiativen verliehen,
  • honoriert hervorragende Leistungen im Bereich des nicht gewerblichen Abspiels,
  • ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert.

Der Hessische Newcomerpreis

  • Wird an eine junge Filmschaffende oder einen jungen Filmschaffenden mit Bezug zum Land Hessen vergeben
  • Ist mit 7.500 Euro dotiert

Hessischer Fernsehpreis des HR

Der Hessische Rundfunk vergibt seit 2003 im Rahmen der Verleihung der Hessischen Film- und Kinopreise einen eigenen, mit 10.000 Euro dotierten Fernsehpreis in den Kategorien "Bester Darsteller" und "Beste Darstellerin".

Internationaler Literaturfilmpreis

Die Frankfurter Buchmesse hat die Auszeichnung "Beste internationale Literaturverfilmung" 2004 ins Leben gerufen, um die enge Verbindung von Buch- und Filmbranche zu verdeutlichen. Sie ehrt damit jedes Jahr eine herausragende Literaturverfilmung und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Sonderpreise

Der Sonderpreis der Jury wird für eine herausragende Einzelleistung in einem Film (z. B. Kamera, Produktion, Schnitt, Musik) verliehen und ist undotiert.

Erfolge geförderter Filme

Zahlreiche von der Hessischen Filmförderung geförderte Produktionen waren auch national und international sehr erfolgreich. Herausragende Filme waren beispielsweise:

"Der Staat gegen Fritz Bauer", 2015, von Regisseur Lars Kraume

  • 6 Lolas beim Deutschen Filmpreis 2016:  Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch, Bester Nebendarsteller, Bestes Kostümbild und Bestes Szenenbild

"Der Schlussmacher", 2013, von Regisseur und Schauspieler Matthias Schweighöfer

  • Bambi 2013
  • Publikumspreis des Deutschen Filmpreises 2013

"Ostwind", 2013, von Regisseurin Katja von Garnier

  • Kindermedienpreis "Der weiße Elefant“
    in den Kategorien „Beste Film-Regie“ und „Beste Nachwuchsdarstellerin“

"What a Man", 2011, von Regisseur und Schauspieler Matthias Schweighöfer

  • Sonderpreis des Hessischen Filmpreis, 2011

 „Henners Traum“, Dokumentarfilm 2009, von dem Regisseur Klaus Stern

  • Hessischer Filmpreis 2009
  • Adolf-Grimme-Preis 2010
  • Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2010

"Schlafkrankheit“, 2011, vom Regisseur Urlich Köhler:

  • Berlinale 2011: Silberner Bär für die Beste Regie
  • Kunstpreis 2011, Festival des Deutschen Films Ludwigshafen
  • Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2012

"Wer, wenn nicht wir", 2011, vom Regisseur Andres Veiel:

  • Berlinale 2011: Alfred-Bauer-Preis und Preis der unabhängigen Jury der Gilde deutscher Filmkunsttheater
  • Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2011
    in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Schnitt“, „Bestes Szenenbild“ sowie „Beste Darstellerin einer Hauptrolle“ und „Bester Darsteller einer Hauptrolle“
  • Deutscher Filmpreis 2011: „Bronze Lola“ Hessischer Filmpreis 201

The Big Eden“, Dokumentarfilm 2011, von dem Regisseur Peter Dörfler:

  • Berlinale 2011, Sektion Panorama
  • Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2012

Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“, Dokumentarfilm 2011, vom Regisseur Klaus Stern:

  • German Cinema - Lola-Berlinale 2012
  • Nominierung Hessischer Filmpreis 2012
  • Nominierung Deutscher Fernsehpreis 2012
  • Helmut Schmidt-Journalistenpreis 2012

Am Himmel der Tag“, 2012, von Regisseurin Pola Beck:

  • "Goldene Auge" im Wettbewerb „Bester deutschsprachiger Spielfilm“ beim 8. Zurich Film Festival 2012
  • "Best Actress Award" beim 30. Torino Filmfestival 2012
  • Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2013
  • „Beste Nachwuchsschauspielerin“ Deutscher Schauspielerpreis 2013

Vergiss mein nicht“, Dokumentarfilm 2012, vom Regisseur David Sieveking:

  •  Kritikerpreis "Semaine de la critique" beim 65. Internationalen Filmfestival in Locarno 2012
  • Hessischer Filmpreis 2012
  • „Bester Schnitt“ beim Kinofest Lünen 2012
  • „Bestes Drehbuch“ beim Kinofest Lünen 2012
  • Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2012
  • Nominierung Deutscher Filmpreis 2013

Drachenmädchen“, Dokumentarfilm 2013, vom Regisseur Ingo Westmeier:

  • Max Ophüls Preis 2013: Wettbewerb Dokumentarfilm

Oscar

Und nicht zu vergessen: der Film "Quest" erhielt 1996 den Oscar in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm".

2012 ging erneut ein Oscar nach Hessen: der Film "Hugo Cabret" wurde in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" ausgezeichnet, die von dem Team des Frankfurter Unternehmens Pixomondo erstellt wurden.

Alte Oper von außen
  • Alte Oper von außen
  • Kim Hnizdo
  • Regisseur Gordian Maugg (2.v.l.) räumte mit den Schauspielern Samuel Finzi, Lisa Charlotte Friedrich und Heino Ferch
Der Hessische Film- und Kinopreis 2016