Hessen kulturell neu eröffnen

Phase 3: Innovativ neu eröffnen

Neueröffnungs-Fonds und Stipendien helfen auf der Rückkehr zur Normalität.

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Open-Schild (Foto: Unsplash/Finn Hackshaw)
© Unsplash/Finn Hackshaw

Nach der traditionellen kulturellen Sommerpause wird es nur eine langsame Rückkehr zur Normalität geben. Der Weg stellt die Kultur vor große Herausforderungen, denn besonders anfangs wird es Einschränkungen bei Besucherzahlen geben, die etwa ungewohnte Veranstaltungsformen, kreative bauliche Veränderungen oder neue Formen der Publikumsansprache erfordern. Viele dieser Innovationen haben aber auch über die Pandemie-Notlage hinaus einen künstlerischen Wert. Deswegen unterstützen wir Kulturorte, Gruppen und KünstlerInnen bei ihren jeweiligen Ansätzen. Dabei helfen:

Fonds „innovativ neu eröffnen“ für Kultureinrichtungen und Spielstätten

Der Fonds soll Kultureinrichtungen mit regelmäßigem Veranstaltungsbetrieb den Übergang in die vollständige Neueröffnung erleichtern. Kinos, Konzertsäle und Musik-Locations, Soziokulturelle Zentren, Freie Bühnen, Literaturhäuser und andere kulturelle Spielstätten können etwa für die Entwicklung neuer Formate, bauliche Anpassungen oder auch die Öffentlichkeitsarbeit Unterstützung mit einem Pauschalbetrag von je 18.000 Euro erhalten. 500 Fonds-Pakete werden vergeben. Eine Kombination mit anderen Hilfen soll möglich sein, etwa den angekündigten Programmen des Bundes. Hessen wird sich auf Bundesebene für eine entsprechend flexible Ausgestaltung der dortigen Maßnahmen einsetzen.

Bedingung: Spielstätte für kulturelle Liveveranstaltungen, v.a. Kinos, Kleinkunstbühnen, Theater, Konzertlocations, Soziokulturelle Zentren, Literaturhäuser.

Antrag besteht aus: Beschreibung der Lokalität, Programme aus der Zeit vor der Pandemie (Details dazu folgen), Skizze und Kostenplan der beabsichtigten Maßnahmen.

Voraussichtlich ab 1. Juli werden Anträge beim HMWK möglich sein.

Projektstipendien für freie Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler

In der Zeit der Pandemie sind viele neuartige Ansätze für Kulturveranstaltungen und künstlerische Formate, für Vermittlung und Pädagogik sowie für die Präsentation von Kultur entstanden. Das Stipendium ermöglicht die Realisierung, Dokumentation und Publikation dieser Ansätze. Der Fonds hält Mittel für 250 Gruppen in Höhe von je 18.000 Euro sowie für 1.000 Künstlerinnen und Künstler in Höhe von je 5.000 Euro bereit. Er wird über die Hessische Kulturstiftung abgewickelt. Eine Fachjury beurteilt die Einreichungen. Zusätzlich setzen wir auf die Expertise hessischer Kulturinstitutionen und die Verstärkungsmöglichkeit der Stipendien durch private Mittel. Wenn die Einrichtungen über eigene Mäzene und Sponsoren zusätzliche Mittel einwerben, können sie Künstlerinnen und Künstler, denen sie besonders verbunden sind, direkt für Stipendien empfehlen. In diesen Fällen kofinanziert das Land die Hälfte des Stipendiums bis zur Höhe der ansonsten zur Verfügung stehenden Beträge.

Künstlerinnen und Künstler, die in der zweiten Phase ein Arbeitsstipendium erhalten haben, können mit ihren dort erarbeiteten Konzepten im Rahmen der dritten Phase Mittel für die Realisierung beantragen.

Antragsberechtigt sind

  • Individuell arbeitende Kunst- und Kulturschaffende aller künstlerischer Medien,
  • künstlerisch arbeitende Gruppen
  • Start-ups im Kulturbereich

Anträge können vom 1. August bis zum 8. August 2020 ausschließlich über die Website der Hessischen Kulturstiftung eingereicht werden. Das Antragsformular steht nur in diesem Zeitfenster zur Verfügung.

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