Eduard-Anthes-Preis

Der Eduard-Anthes-Preis ist der höchstdotierte und älteste deutsche Archäologiepreis.

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Eduard Anthes
Eduard Anthes
© hessenARCHÄOLOGIE

Alle zwei Jahre verleiht der Verein von Altertumsfreunden im Regierungsbezirk Darmstadt e. V. den Eduard-Anthes-Preis an Archäologinnen und Archäologen. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die archäologische Themen aus dem Mittelgebirgsraum behandeln. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Das Preisgeld wird zu gleichen Teilen vom Verein, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie von der hessenArchäologie bereitgestellt. Eine Selbstbewerbung ist möglich. Eine Jury bestimmt die Preisträger, die der Verein von Altertumsfreunden beruft.

Der Preis ist nach dem Prähistoriker Eduard Anthes (1859-1922) benannt, der ab 1909 Denkmalpfleger in Hessen-Darmstadt und seit 1905 Mitglied der Römisch-Germanischen Kommission gewesen war.

Preisträgerinnen und Preisträger

2019: Clarissa Agricola "Der Wert des Besonderen – Römische und germanische Terra Nigra des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr.“

2017: Dr. Eike Michl "Castellum, Curia, Palatium?! Die mittelalterliche Besiedlungsgeschichte eines mainfränkischen Zentralortes auf dem Kapellberg bei Gerolzhofen"

2016: Dr. Petra Eisenach „Späteisenzeitliche bis frühkaiserzeitliche Siedlungsspuren auf der Amöneburg. Studien zu Befunden, Kleinfunden und Keramiken der Fundstelle 9"

2014: Dr. Eveline Saal "Das merowingerzeitliche Gräberfeld in Rhens, Landkreis Mayen-Koblenz. Beiträge zur frühmittelalterlichen Chronologie und Siedlungsgeschichte an Mittelrhein und unterer Mosel“

2012: David Hissnauer "Ein Werkstattbereich des 3. Jahrhunderts nach Christus der römischen Sigillata-Töpfereien von Rheinzabern"

2009: Kerstin Schierhold: "Studien zur hessisch-westfälischen Megalithik: Forschungsstand und –perspektiven unter Berücksichtigung des europäischen Kontextes"

2007: Markus Helfert, Frankfurt: "Die Töpfereien im römischen vicus von Groß-Gerau 'Auf Esch'. Archäologische archäometrische Untersuchungen zur Keramikproduktion im Kastellvicus" und Carsten Wenzel, Frankfurt: "Der römische vicus von Groß-Gerau „Auf Esch“. Die Baubefunde des Kastellvicus und der Siedlung des 1. bis 3. Jahrhunderts."

2005: Dr. Stefan Hesse: "Die mittelalterliche Siedung Vriemeensen im Rahmen der südniedersächsishen Wüstungsforschung unter besonderer Berücksichtigung der Problematik der Kleinadelssitze"

2003: Dr. Kerstin Gebhard: "Die vorgeschichtliche Besiedlung des Kreises Groß-Gerau - Eine Studie zur Besiedlungsgeschichte des Hessischen Rieds"

2001: Dr. Ulrike Ehmig: "Die römischen Amphoren aus Mainz"

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