Gedächtnis der Kunstausstellung

Das documenta Archiv

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Diasammlung des documenta-Archivs
Das documenta-Archiv beherbergt rund 25.000 Dias.
© documenta Archiv/Ryszard Kasiewicz

Das documenta Archiv sammelt, dokumentiert und bearbeitet moderne und zeitgenössischen Kunst mit einem Schwerpunkt zur Geschichte der documenta.

Durch den ständigen Aufbau seines Literatur- und Medienbestandes zählt es zu den umfangreichsten Dokumentationszentren für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland. Neben dem Informationsauftrag zur Gegenwartskunst gehören vor allem die Archivierung und die Erschließung der documenta-Akten zu seinen wichtigsten Aufgaben.

Aufbau des Archivs

Das Archiv beherbergt:

• das Aktenarchiv mit ca. 265.000 Zeitungsausschnitten, 160.000 Einladungskarten und 2.700 Aktenmappen. Das nahezu vollständige Pressearchiv zur documenta ist eine hervorragende Quelle für die Kunstkritik der letzten 60 Jahre

• das Medienarchiv, zu dessen Bestand mehr als 100.000 digitale Fotos, 10.000 s/w Fotos, 25.000 Dias, 10.000 Videos, 500 Audios gehören

• die Bibliothek, die inzwischen mehr als 100.000 Bände umfasst, davon allein 71.000 Ausstellungskataloge und 150 Zeitschriften und Bulletins. Mit diesem Bestand verfügt das Archiv über eine der umfangreichsten Spezialbibliotheken für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland sowie

Vor- und Nachlässe, darunter der größte Teil des Nachlasses von documenta-Gründer Arnold Bode.

Die Mitarbeiter arbeiten daran, den Bibliotheksbestand und das Medienarchiv zu digitalisieren; die Digitalisierung des Aktenbestands steht noch aus. Schon jetzt bildet der Bestand des documenta-Archivs aber einen essentiellen „Handapparat“ für jede documenta-Leitung und deren Mitarbeiterstab.

Mehr Förderung vom Land

Ab dem 1. Januar 2016 geht das documenta-Archiv in die Trägerschaft der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH (documenta GmbH) über. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Kassel und dem Land Hessen haben Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein und der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta GmbH, Bertram Hilgen, am 15. Juli 2015 unterzeichnet. Das Land Hessen wird danach zukünftig den bisher von der Stadt aufgebrachten Jahresetat für das Archiv von 500 000 Euro um die gleiche Summe verdoppeln.