Kunst auf Schritt und Tritt

Museumslandschaft Hessen Kassel

Die Museumslandschaft Hessen Kassel ist ein einmaliges Ensemble aus Museen, Schlössern und Parks - und beweist die Sammelleidenschaft der Landgrafen.

Blick auf das Schloss Wilhelmshöhe
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Eingebunden in das Gesamtkunstwerk Bergpark Wilhelmshöhe entstand ab 1786 das Schloss Wilhelmshöhe. Landgraf Wilhelm IX., der spätere Kurfürst Wilhelm I., ersann damit einen Bau, der dem würdevollen Charakter des Parks entsprach.
© Museumslandschaft Hessen Kassel

Kunst auf Schritt und Tritt: Die Museumslandschaft Hessen Kassel besteht aus drei historischen Parkanlagen sowie zehn kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen. Den Grundstein für dieses einzigartige Ensemble legten die Landgrafen und Kurfürsten bereits vor 600 Jahren. Sie sammelten, bewahrten und dokumentierten etliche Kunstschätze aus verschiedenen Epochen. So treffen Besucher in der Museumslandschaft Hessen Kassel auf Zeugen der Kunst- und Kulturgeschichte, die von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst reicht.

Lust am Repräsentieren

Diese Schätze brauchten einen würdigen Rahmen. Und so ließen die Grafen und Fürsten all die Anlagen bauen, die heute die Museumslandschaft Hessen Kassel prägen: den Bergparkpark Wilhelmshöhe mit Schloss, den Staatspark Karlsaue mit Orangerie sowie Schloss und Park Wilhelmsthal. Neben den Kunstsammlungen zählte also auch eine ausgeprägte Lust am Repräsentieren zum kurfürstlichen Lebensstil.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich aber auch Bürger für die Kunst ein. Das Engagement hält bis heute an: Private Schenkungen und Leihgaben ergänzen regelmäßig die Sammlungen. Einen Höhepunkt feierte die Bürgerbeteiligung im Juni 2013, als die UNESCO den Bergpark Wilhelmshöhe zur 38. Welterbestätte ernannte.

Was gehört zur Museumslandschaft Hessen Kassel?

Zur Museumslandschaft Hessen Kassel gehören sechs Standorte. In Kassel selbst sind das
• der Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, Museum Schloss Wilhelmshöhe und anderen Bauwerken wie der Löwenburg, dem Ballhaus und dem Großen Gewächshaus
• der Park Karlsaue mit der Orangerie und dem Marmorbad
• das Hessische Landesmuseum Kassel - wiedereröffnet im November 2016 (zur Pressemitteilung)
• die Neue Galerie

Außerdem gehören dazu:
• das Museum Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen
• Schloss und Park Wilhelmsthal bei Calden

Die Neuordnung der Museumslandschaft Hessen Kassel

 Die Neuordnung der Museumslandschaft Hessen Kassel - ein einmaliges Ensemble von acht kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen an fünf Museumsstandorten und Museumsschlösser mit historischen Parkanlagen in Kassel und Calden-Wilhelmsthal - ist das ehrgeizigste Kulturinvestitionsvorhaben in Hessen und zugleich eines der größten in Deutschland. Die Verwirklichung dieses Schlüsselprojekts der Stadt- und Landesentwicklung finanziert das Land mit 200 Millionen Euro.

Gemeinsames Ziel von Land und Stadt ist es, Kassel zu einem der bedeutendsten Standorte für Museen, Schlösser und historische Gärten in Deutschland zu entwickeln und sich damit national und international zu positionieren. Gleichzeitig dient das Vorhaben dazu, das von den Kasseler Fürsten über Jahrhunderte hinweg geschaffene Erbe von Kunst und gestalteter Natur zu sichern. Kassel erfährt damit eine Aufwertung als kulturelles Zentrum im Herzen Deutschlands, die weit über das heute schon bedeutende Ereignis documenta hinausgeht.

Zu den Vorhaben gehören zum Beispiel Sanierungen und Restaurierungen des Herkules mit Oktogon, der Löwenburg, der Neuen Galereie und des Hessischen Landesmuseums. Parallel zum Landesprogramm investiert auch die Stadt Kassel 20 Millionen Euro in die Aufwertung ihrer städtischen Museen.

Mit dem Projekt verfolgt das Land in enger Absprache mit der Stadt das Ziel, seine exzellenten historischen Sammlungen und europaweit einzigartigen Bau- und Gartendenkmäler neuen Besuchergruppen zu erschließen. Die Märchenwelt der Brüder Grimm soll von der Stadt neu präsentiert werden und im neu konzipierten Landesmuseum wird sich das Panorama der Geschichte der einstigen Landgrafschaft und Kurfürstentum Hessen-Kassel darstellen. Mit herausragender zeitgenössischer Kunst in Wechselbeziehung zur documenta soll Kassel dauerhaft zu einem internationalen Schwerpunkt der Moderne ausgebaut werden.

Informationen

Informationen rund um Ausstellungen, Führungen sowie Tipps für einen gelungenen Museumsbesuch gibt es montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer (05 61) 31 68 01 23
Der Besucherdienst antwortet auch auf E-Mails an besucherdienst@museum-kassel.de. Am Wochenende und an Feiertagen ist der Dienst allerdings nicht besetzt.

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