Weltdokumentenerbe seit 2005

Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

2005 nahm die UNESCO die Handexemplare der Hausmärchen der Brüder Grimm wurden in das Weltdokumentenerbe auf. Damit waren sie die ersten Schriftstücke Hessens, im „Memory of the World“-Programm.

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Doppelportrait von Wilhelm und Jakob Grimm
"Es war einmal..." - so beginnen die Märchen, die Jacob und Wilhelm Grimm zusammentrugen. Die Hanauer Brüder legten mit ihrer Sammlung die erste systematische Zusammenfassung und wissenschaftliche Dokumentation der europäischen und orientalischen Märchentradition vor.
© Stadt Kassel

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, volkstümlich „Grimms Märchen“ genannt, sind neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit am meisten verbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte, es wurde in über 160 Sprachen übersetzt.

Diese Märchenbücher sind zugleich die erste systematische  Zusammenfassung der gesamten europäischen und orientalischen Märchentradition. Die Einzigartigkeit und globale Wirkung geht darauf zurück, dass die Brüder Grimm die deutsche Bezugswelt überschritten und ein universelles Muster völkerübergreifender Märchenüberlieferung geschaffen haben.

In Hanau geboren, in Steinau aufgewachsen

Die Kasseler Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen mit ihren zahlreichen eigenhändigen Ergänzungen und Notizen lassen die Entstehungsgeschichte nachvollziehen.

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) wurden in Hanau geboren und wuchsen in Steinau an der Straße heran. Im dortigen Schloss gibt es auch eine Ausstellung zu den Brüdern. Nach dem Studium in Marburg lebten und arbeiteten sie mehr als 30 Jahre lang in Kassel.

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