Weltkulturerbe seit 1991

Kloster Lorsch

Die ehemalige Benediktiner-Abtei im südhessischen Lorsch mit dem Kloster Altenmünster ist Weltkulturerbe seit 1991 und die erste Welterbestätte in Hessen auf der UNESCO-Liste.

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Kloster Lorsch
Das Kloster Lorsch.
© VSG/Tina Kotlewski

764 erstmals urkundlich erwähnt, wurde das Kloster bereits 772 an den fränkischen König Karl übertragen, der es als Kaiser Karl der Große zu einem der wichtigsten Reichsklöster erhob und mit vielen Privilegien ausstattete. Zwei Jahre später konnte die Klosterkirche geweiht werden. Vollständig erhalten blieb die Lorscher Tor- und Königshalle.

Sie ist eines der ältesten und zugleich bedeutendsten Baudenkmäler Deutschlands aus vorromanischer Zeit. Als Wahrzeichen karolingischer Baukunst und Klosterkultur in Mitteleuropa gehörte sie zu einer ehemals große und mächtigen Klosteranlage. Sie ist eines der ganz wenigen Baudenkmäler der Karolingerzeit, das über die Jahrhunderte hinweg sein ursprüngliches Aussehen bewahrt hat und an die vergangene Größe der einstigen Klosteranlage erinnert.

Als ein herausragendes Dokument frühmittelalterlicher Klostermedizin ist das Lorscher Arzneibuch im Juni 2013 in das UNESCO-Register des Dokumentenerbes aufgenommen worden. Die medizinisch-pharmazeutische Handschrift vom Ende des 8. Jahrhunderts ist von signifikanter kultur- und wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung.

Kloster Lorsch mit Baum
  • Kloster Lorsch mit Baum
  • Das Besucherinformationszentrum des Welterbe Areals Kloster Lorsch
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Welterbe Areal Kloster Lorsch