Ausfuhr von Kulturgütern

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Eine dicke Akte
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Wenn Kulturgüter das Gebiet der Europäischen Union verlassen sollen, ist zum Schutz des kulturellen Erbes der EU-Mitgliedsstaaten eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich.
Geregelt wird dies in der Durchführungsverordnung (EU) NR. 1081/2012 der Kommission vom 9. November 2012 zu der Verordnung (EG) Nr. 116/2009 des Rates über die Ausfuhr von Kulturgütern (kodifiziert).

Wenn Kulturgut in das Verzeichnis national wertvollen Kulturguts eingetragen ist, ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich, wenn es über die deutsche Außengrenze gebracht werden soll. Dies regelt das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung.

Ausfuhrgenehmigung für in Hessen befindliche Kulturgüter aus der Europäischen Union

Die Ausfuhr für in Hessen befindliche Kulturgüter aus der EU kann mit einem Antragsformular gewährleistet werden, das in deutscher und englischer Sprache und jeweils als Excel- und als PDF-Datei zum Download zur Verfügung steht. Der drei Blätter umfassende Vordruck sollte vorzugsweise elektronisch ausgefüllt werden. Wird er mit Hand ausgefüllt, sind schwarze Tinte und Druckbuchstaben zu verwenden. In keinem Fall darf der Vordruck Radierungen, Übermalungen oder sonstige Änderungen aufweisen. Frei gebliebene Felder sind so durchzustreichen, dass nachträglich keine Eintragungen vorgenommen werden können.

Für Kulturgüter, die sich in Hessen befinden, ist der ausgefüllte Vordruck beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst einzureichen.

Ausfuhrgenehmigung für in Hessen befindliches „national wertvolles“ Kulturgut

Soll Kulturgut, das in das Verzeichnis national wertvollen Kulturguts eingetragen ist, über die deutsche Außengrenze ausgeführt werden, ist ein entsprechender Antrag schriftlich, aber formlos, ebenfalls beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst einzureichen.