Weltdokumentenerbe seit 2001

Metropolis

Der 1926 entstandene Klassiker "Metropolis" von Fritz Lang (Uraufführung 10. Januar 1927 in Berlin) ist einer der bekanntesten Science-Fiction-Streifen und zugleich einer der visuell einflussreichsten Stummfilme.

Szene aus dem Film Metropolis
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Schöne neue Welt? Dieses Bild zeigt eine Szene aus dem Film "Metropolis", der seit 2001 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.
© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Die filmische Umsetzung eines architektonischen Zukunftsbildes der utopischen Stadt Metropolis macht diesen Film zu einem einzigartigen Dokument. Fritz Lang ließ darin eine Stadt der Zukunft bauen, deren Vision weit über die Wolkenkratzer-Silhouette hinausgeht. Das monumentale Werk wurde 1925/26 in den Babelsberger Filmstudios gedreht und hatte 1927 Premiere.

Original ging verloren

Das Original des Stummfilms ging dann verloren. Von den einst drei Originalnegativen war nur noch eines teilweise erhalten. In jahrelanger Arbeit gelang es der Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, verschollenes Filmmaterial zusammenzutragen. 1999 und 2000 restaurierte sie es mit dem Ziel, eine Szenenfolge zu schaffen, die der Originalversion des Werkes sehr nahe kommt. Die Rekonstruktion der Ursprungsversion erfolgte weitgehend anhand der Originalpartitur der Filmmusik.

Sensationeller Fund

Im Februar 2001 veröffentlichte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung diese Rekonstruktion in restaurierter Bild- und Tonqualität. Diese Fassung erklärte die UNESCO im selben Jahr zum Weltdokumentenerbe.

2008 tauchte eine Kopie mit der fast vollständigen, verloren geglaubten Originalversion des Films in Buenos Aires auf. Damit konnte die Rekonstruktion von 2001 an allen wesentlichen Stellen ergänzt werden. In der Fassung von 2010 fehlen nun gegenüber der Premierenfassung von 1927 nur noch rund acht Minuten Filmmaterial.

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