Spaziergang durch Kassel

60 Jahre documenta

Die documenta feierte ihre Premiere 1955 als erste Werkschau der Künstler, die die Nazis als "entartet" verfemt hatten - und entwickelte sich zur einzigartigen Kunstausstellung. In Kassel sind einige Werke vergangener documenta-Ausgaben verstreut - wir laden Sie zu einem Spaziergang durch die Geschichte ein.

Beginnen wir unseren Spaziergang durch Kassels documenta-Geschichte auf dem Rainer-Dierichs-Platz vor dem Kulturbahnhof: Hier schreitet der "Himmelsstürmer" des Künstlers Jonathan Borowsky der Sonne entgegen.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Das Kunstwerk auf dem 25 Meter langen Stahlrohr war der Publikumsliebling auf der documenta IX im Jahr 1992.
© Kassel Marketing GmbH
Bild in Originalgröße
Vertreter des Kunstwerks "7000 Eichen" werden Ihnen beim Spaziergang durch Kassel immer wieder begegnen: Jospeh Beuys begann zur documenta VII im Jahr 1982 genau so viele Bäume in der ganzen Stadt zu pflanzen. Fünf Jahre später, zur nächsten documenta, steckten seine Helfer den letzten Setzling in die Erde - da war Beuys schon verstorben.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Thomas Schüttes Figuren, die er "Die Fremden" nannte und zur documenta IX im Jahr 1992 schuf, haben Einkaufstaschen und Koffer bei sich. Etwas verloren blicken sie vom Säulenportal des SinnLeffer-Gebäudes am Friedrichsplatz aus auf die Passanten.
© Kassel Marketing/Fotograf Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Von den "Fremden" zum Nabel Kassels: Mitten auf dem Friedrichsplatz bohrte der Künstler Walter de Maria zur documenta VI im Jahr 1977 ein ein Kilometer tiefes Loch in den Boden, ließ dort zusammengesteckte Messingstäbe ein und nannte es den "Vertikalen Erdkilometer".
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Machen wir einen Abstecher zum Rand des Friedrichsplatzes. Hier, im denkmalgeschützten Zentrale der AOK, schuf Max Neuhaus das klingende Kunstwerk "Three to One".
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Das Treppenhaus verbindet die Zentren von drei großen, verglasten Räumen. Jede Etage hat ihren eigenen Ton - drei stille Orte, jeder durch einen Klang gefärbt.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Nun ein Schlenker in die grüne Karlsaue. Dort steht "Idee di Pietra", eine neun Meter hohe Bronzeskulptur: Ein blattloser Baum ohne Zweige, dessen Äste sich in einen Granitfindling verfangen haben. Guiseppe Penone hatte die Skulptur anlässlich der Kunstbiennale in Sydney geschaffen und für die documenta XIII im Jahr 2012 nach Kassel gebracht.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Der Künstler baute den Baum als erstes Kunstwerk der documenta XIII am Rande der Kasseler Karlsaue auf. Von da an nannte die Bevölkerung die Skulptur nur noch "Penone-Baum".
© Kassel Marketing GmbH/Fotograf Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
In der Nähe, an der Gustav-Mahler Treppe, liegt eine Arbeit des documenta-Künstlers Jimmie Durham: "This Stone is from the Mountain/This Stone is from the Red Palace" entstand zur documenta IX im Jahr 1992. Die beiden Sandsteinstücke sind etwa 50 Zentimeter lang, hoch und breit.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
"Rahmenbau oder Landschaft im Dia" ist eine Installation der ehemaligen Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co. Die Mitglieder entwarfen sie 1977 zur documenta VI. Seitdem steht der große Rahmen an der Ostseite des Friedrichsplatzes oberhalb der Karlsaue und der Orangerie.
© Kassel Marketing GmbH/Patrick Baensch
Bild in Originalgröße
An den Rand der Karlsaue schmiegt sich die documenta-Halle ins Grün: Sie wurde für die documenta IX im Jahr 1992 gebaut und ist seither alle 5 Jahre einer der Ausstellungsorte jeder Weltkunstausstellung.
© Kassel Marketing GmbH
Bild in Originalgröße
An das Ende der documenta-Halle schließt sich die Raumskulptur von Per Kirkeby an. Beide Werke könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Raumskulptur ist streng gegliedert, mit klaren Linien, und ein starker Kontrast zu den den schwungvollen Kurven und Bögen der documenta-Halle. Kirkeby schuf sie zur documenta IX im Jahr 1992.
© Kassel Marketing GmbH/Paavo Blåfield
Bild in Originalgröße
Wir beenden unseren documenta-Spaziergang durch Kassel mit einem Blick aufs Fuldaufer. Dort steht die "Spitzhacke" von Claes Oldenburg, die 1982 zur documenta VII entstand. Auf einem seiner Spaziergänge durch Kassel sah Oldenburg einmal hinter der Orangerie eine Spitzhacke in einem Erdhaufen stecken - und nahm sie als Motiv.
© Kassel Marketing GmbH
Bild in Originalgröße