Einzigartig!

So schön ist Hessens Welterbe

Vom Kloster Lorsch zum Limes, von den alten Buchenwäldern zur Goldenen Bulle: Hessen hat viele Schätze zu bieten, die die europäische Organisation UNESCO zum Welterbe erklärt hat. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch Hessens Kulturlandschaft. Es lohnt sich!

Der Bergpark Wilhelmshöhe im nordhessischen Kassel ist mit einer Fläche von 2,4 Quadratkilometern der größte Bergpark in Europa.
© fotolia/Steffen Niclas
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Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel - nirgendwo sonst hat ein Bauherr es gewagt, an einem steilen Hang einen Park mit einer solch aufwändigen Wasserarchitektur auszustatten.
© MHK/Arno Hensmann
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...hat man solch eine prächtige Aussicht.
© MHK
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Etwas flacher ist es im südhessischen Lorsch. Dort stehen die Reste einer Benediktiner-Abtei aus dem 8. Jahrhundert nach Christus. Hier können Kinder und Erwachsene das Klosterleben selbst ausprobieren...
© Stadt Lorsch
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...oder einfach nur die herrliche Landschaft und das liebevoll restaurierte Kloster genießen.
© VGS/Tina Kotlewski
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Noch heute finden Forscher Fossilien wie das berühmte Urpferdchen in den feinen Ablagerungen des Öl-Schiefers.
© Grube Messel
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...finden Forscher und freiwillige Helfer demnächst wieder ein Fossil. Bisher haben sie über 100 Wirbeltierarten nachgewiesen, die einst im und um den See herum lebten.
© Grube Messel
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Mit Naturschätzen geht es weiter - im nordhessischen Kellerwald. Wussten Sie, dass fast jeder dritte Baum in Hessens Wäldern eine Buche ist? Buchenwälder sind ein rein europäisches Phänomen. Ohne den Einfluss des Menschen würden sie zwei Drittel der Landfläche Deutschlands bedecken...
© Nationalpark Kellerwald
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...und diesem kleinen Kerl hier einen einen noch größeren Lebensraum bieten. Im Frühling setzen Feuersalamder ihre Larven in die sauberen, kalten Waldbäche.
© Nationalpark Kellerwald
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"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...", beginnt Heinrich Heine sein Lied von der Loreley. Der sagenumwobene Felsen, auf dem die Schöne demnach sitzen soll, liegt im wildromantischen Rheintal. Das Obere Mittelrheintal - der 65 Kilometer lange Rhein-Abschnitt zwischen Bingen und Koblenz - ist seit 2002 UNESCO-Welterbe. Nicht nur Menschen fühlen sich hier wohl...
© espelohra.de/Stephan Peters
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...sondern auch Tiere. In der Adlerwarte Niederwald bei Rüdesheim päppeln Vögelfreunde Greife, Eulen und Uhus wieder auf.
© espelohra.de/Stephan Peters
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Comicfreunde wissen dank Asterix längst, dass die Römer nicht immer alles lückenlos besetzt haben. Der Obergermanisch-raetische Limes, hier von oben betrachtet, trennte die germanischen Stämme vom römischen Leben jenseits der Mauern. Er ist 550 Kilometer lang und durchläuft mehrere Bundesländer, aber...
© Kastell Saalburg
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...kein Bundesland außer Hessen so etwas Besonderes wie die Saalburg bei Bad Homburg zu bieten: Sie ist ein weitgehend rekonstruiertes Limeskastell - und lässt eine Statue des römischen Kaisers Antoninus Pius huldvoll die Besucher grüßen.
© Saalburg/Annemarie Quurck
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Unseren Streifzug durch die Welterbe-Stätten haben wir beendet - aber Hessen hat noch mehr UNESCO-Schätze zu bieten: Etwa den "Gero-Codex" aus dem 10. Jahrhundert. Mönche des Inselklosters Reichenau im Bodensee schufen einst prächtig illustrierte Bibelabschriften und andere christliche Werke. Ein besonders glanzvolles Exemplar, den Gero-Codex, bewahrt die Universitäts- und Landesbibliothek auf.
© Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
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"Es war einmal..." - so beginnen die Märchen, die Jacob und Wilhelm Grimm zusammentrugen. Die Hanauer Brüder legten mit ihrer Sammlung die erste systematische Zusammenfassung und wissenschaftliche Dokumentation der europäischen und orientalischen Märchentradition vor.
© Stadt Kassel
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...die Goldene Bulle aus Frankfurt, eine Art Grundgesetz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Kaiser Karl IV. erließ sie 1356 nach langen Verhandlungen mit den Kurfürsten, um endlich Schluss mit der Zwietracht zu machen. Ein Anliegen, das die UNESCO zu würdigen weiß: Sie nahm die Goldene Bulle 2013 ins Weltdokumentenerbe auf.
© Institut für Stadtgeschichte / Uwe Dettmar
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Im Stummfilm "Metropolis" baute Regisseur Fritz Lang eine Stadt der Zukunft, die tief in zwei Klassen gespalten ist. Das Werk feierte 1927 Premiere. Im Laufe der Zeit gingen die Originalnegative bis auf ein unvollständiges verloren. Die Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte das verbleibende Material; diese Rekonstruktion erklärte die UNESCO 2001 zum Weltdokumentenerbe. 2008 tauchte eine Kopie mit der fast vollständigen Originalversion des Films auf. Damit konnte die Rekonstruktion ergänzt werden.
© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
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Im nordhessischen Bad Arolsen liegt das Archiv des International Tracing Service. Hier lagern rund 30 Millionen Dokumente über die nationalsozialistische Verfolgung und den Holocaust. Die Originaldokumente und die Zentrale Namenkartei hat die UNESCO 2013 in das Register des Weltdokumentenerbes "Memory of the World" aufgenommen.
© Internationaler Suchdienst (ITS) / Alfredo Cillari
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