Startseite Presse Interviews "Aufarbeitung des NS-Unrechts ist ein wichtiges Thema"
WK-Interview vom 30.09.2014

"Aufarbeitung des NS-Unrechts ist ein wichtiges Thema"

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein im Interview mit dem Wiesbadener Kurier (30.09.2014)

rhein_lamparth_interview_wk_1.jpg

Boris Rhein (l.) im Gespräch mit WK-Redakteurin Birgitta Lamparth.
Boris Rhein (l.) im Gespräch mit WK-Redakteurin Birgitta Lamparth.
© HMWK

Frage: Herr Minister Rhein, das Museum hat unter dem Slogan „Wiesbaden schafft die Wende“ die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, für den Rückkauf eines zu restituierenden Gemäldes zu spenden. Sie haben die Schirmherrschaft der Kampagne übernommen. Warum?
Antwort: Ich habe die Schirmherrschaft übernommen, weil die Aufarbeitung des NS-Unrechts ein wichtiges Thema der Landesregierung ist – und auch ein ganz persönliches Anliegen von mir. Es ist eine staatliche Pflicht, Provenienzforschung zu betreiben. Zudem finde ich, dass das eine wirklich sehr gelungene Kampagne ist. Sie ermöglicht es, sich diesem Thema zu nähern – ohne Hürden und Schwellen. Es erlangt so eine Wirkung, die wir über politische Maßnahmen wahrscheinlich gar nicht erzielen könnten. Dafür bin ich dem Museum sehr dankbar.

Frage: Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, dass auch die Bürger sich beteiligen?
Antwort: Die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen, gibt ihnen Möglichkeit sich zu engagieren, und ich bin gespannt, was am Ende herauskommt. Ich glaube, dass die Kampagne ein Erfolg wird: Sie ist so interessant aufgezogen, dass Wiesbadener und Wiesbadenerinnen hoffentlich auch sagen: Es hat Unrecht gegeben. Wir nehmen die Chance wahr, aus Unrecht Recht zu machen.

Das ganze Interview auf der Seite des Wiesbadener Kurier finden Sie hier: http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/kultur/lokale-kultur/interview-mit-minister-boris-rhein-zur-neuen-hessischen-einrichtung-fuer-provenienzforschung_14651811.htm

Das Interview führte Birgitta Lamparth.

Schließen