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Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

30. Hessischer Film- und Kinopreis 2019 feiert die Leidenschaft für das Kino

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
20.09.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten für Deutsches Filminstitut & Filmmuseum DFF / Newcomerpreis für Maryam Zaree

Porträt von Maryam Zaree
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Der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis geht in diesem Jahr an Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree.
© TondowskiFilms

Frankfurt/Wiesbaden. Der 30. Film- und Kinopreis wird die Leidenschaft für das Kino in allen seinen Facetten in den Mittelpunkt stellen. Bei der Verleihung am 18. Oktober rücken die vielen starken Frauen des Films, der kreative Nachwuchs und der Wandel des Mediums selbst ins Scheinwerferlicht. Das Konzept des Abends sowie die Preisträgerinnen des Ehrenpreises des Hessischen Ministerpräsidenten und des Newcomerpreises hat Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn am Freitag der Presse vorgestellt. Zum ersten Mal in seiner Geschichte geht der Ehrenpreis an eine Institution, die sich besonders um den Film verdient gemacht hat.

Salié und Sirin moderieren

Moderieren werden die Preisverleihung Katty Salié, bekannt unter anderem aus der ZDF-Kultursendung „Aspekte“, und Mitri Sirin vom ZDF-Morgenmagazin. Die Gäste dürfen sich – neben zahlreichen Film- und Fernsehstars – auf den Regisseur, Komponisten und Pianisten Dietrich Brüggemann freuen, der den Abend als Hommage an die großen Klassiker des Stummfilms musikalisch begleiten wird.

Ein bisschen Nostalgie, viel Gegenwart und Zukunft

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Wir wollen mit dem diesjährigen Filmpreis die Kunst des Kinos und die Filmschaffenden feiern. Dabei geht es ein bisschen um Nostalgie, aber vor allem um Gegenwart und Zukunft. Wir freuen uns auf Laudatorinnen und Laudatoren, die diese Themen als Expertinnen und Experten lebendig vermitteln. Auch für die Musik wird ein Filmschaffender sorgen: Dietrich Brüggemann, Regisseur, Drehbuchautor und Musiker, begleitet am Klavier das Geschehen auf der Bühne.“

Ehrenpreis fürs Deutsche Filminstitut

Den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2019 erhält das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF). Entgegennehmen werden ihn dessen langjährige Direktorin Claudia Dillmann und Ellen Harrington, ihre Nachfolgerin und aktuelle Direktorin, sowie das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Nikolaus Hensel, der mit Harrington das Vorstandstandem bildet. Die Auszeichnung ist undotiert.

Seine Entscheidung begründet Ministerpräsident Volker Bouffier wie folgt: „Das DFF setzt die ihm zugeschriebene Aufgabe, Filmkultur lebendig zu halten und deren Stellenwert zu vermitteln, in herausragender Weise um. Das DFF ist eine Institution von internationalem Rang, sie verbindet das Bewahren des filmischen Erbes mit so lebendiger wie moderner Vermittlung von historischer und aktueller Filmkultur. Ob Museum, Kino, Archive und Sammlungen, Festivals, digitale Plattformen, Forschung und Digitalisierung – das DFF verbindet Verantwortung für Bewahren und wissenschaftlichem Erforschen mit den Herausforderungen digitaler Realitäten und Zukunft. Das DFF feiert und würdigt den Film und alles, was ihn ausmacht, gestern wie heute. Und das seit 70 Jahren. Darauf kann Hessen stolz sein!“

Newcomerpreis für Maryam Zaree

Der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis geht in diesem Jahr an Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree. Ihr Debütfilm „Born in Evin“ ist gleichzeitig in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Maryam Zaree behandelt in ihrem Regiedebüt ein persönlich schmerzhaftes Thema, denn ,Born in Evin‘ ist sie selbst: Ihre Mutter, im Iran politisch verfolgt, brachte Maryam 1983 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zur Welt. Mit ihrem Film gewährt sie Einblicke in persönliche Abgründe, ihre eigenen und die anderer Opfer des Khomeini-Regimes. Es geling ihr, ihre filmische Spurensuche in einem dunklen Kapitel ihrer Familie und ihres Landes mit humorvollen und selbstironischen Sequenzen anzureichern und eine Balance zwischen tragischen und warmen Momenten zu schaffen. Und sie meistert die besondere Herausforderung, sowohl Regisseurin als auch Protagonistin dieses künstlerisch wie gesellschaftspolitisch hervorragenden Films zu sein.“

Gewinner von Hochschulfilm- und Drehbuchpreis

Bekanntgegeben wurden am Freitag zudem die Preise in zwei weiteren Kategorien: Joschua Keßler, Absolvent der Hochschule Darmstadt, bekommt für seinen Abschlussfilm „Pech und Schwefel“ den Hochschulfilmpreis. Die Autorin Frauke Lodders bekommt den Preis in der Kategorie Drehbuch für „Am Ende des Sommers“ über ein Geschwisterpaar, das in einer strenggläubigen Familie aufwächst.

Nominierungen für den Filmpreis

In weiteren Kategorien wurden folgende Nominierungen bekanntgegeben:

Bester Spielfilm:

  • „Crescendo“ von Droar Zahavi
  •  „Ostwind‘ – Aris Ankunft“ von Theresa von Eltz
  •  „Bruder Schwester Herz“ von Tom Sommerlatte

Bester Dokumentarfilm

  • „Adelheit, Kornelius und die Töde“ von Kirstin Schmitt
  • „Born in Evin“ von Maryam Zaree
  • „Why are we creative“ von Hermann Vaske

Bester Kurzfilm

  •  „Der kleine Achill“ von Sebastian Jansen
  •  „Rea“ von Joanna Bielinski
  • „See der Freude“ von Aliaksei Paluyan

Nominierte für den Hessischen Fernsehpreis

Nominiert für den Hessischen Fernsehpreis des Hessischen Rundfunks, der ebenfalls am 18. Oktober im Rahmen der Gala vergeben wird, sind:

Beste Schauspielerin

  • Emma Bading in „Play“
  • Katharina Marie Schubert in „Tatort – Falscher Hase“
  • Anna Schudt in „Zwischen zwei Herzen“                                                         

Bester Schauspieler

  • Peter Kurth in „Tatort – Der Angriff“       
  • Jannis Niewöhner in „Jonathan“
  • Uwe Ochsenknecht in „Labaule & Erben“      

Wer von den Nominierten die Preise in diesen Kategorien, den Sonderpreis des Fernsehpreises sowie die ebenfalls zu vergebenden Kinokulturpreise erhält, wird erst bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn verriet am Freitag zudem, dass es einen Sonderpreis der Jury des Filmpreises für eine herausragende Einzelleistung geben wird.

Sondersendung im Hessischen Rundfunk

Der Hessische Rundfunk strahlt am 20. Oktober um 18:30 Uhr eine 30-minütige Sondersendung mit dem Titel „Die hessischen Oscars – der Hessische Film- und Kinopreis 2019“ aus. Moderatorin Monika Kullmann und Moderator Holger Weinert führen Interviews mit den Nominierten und den Preisträgerinnen und Preisträgern und berichten auch von der Party danach.

Wer bei der Gala dabei sein möchte, sollte den Instagram-Kanal des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Auge behalten: Auf @hmwk_hessen verlost das Ministerium dreimal zwei Karten für den Abend mit Stars und Berühmtheiten.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
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