Wissenschaftsminister Boris Rhein

723.000 Euro für Forschung im Kreis Offenbach

Landesprogramm LOEWE fördert innovative wissenschaftliche Projekte, die industrielle Prozesse ökologischer und ökonomischer machen

Wissenschaftsminister Boris Rhein lässt sich das Projekt "AutoAdd" erklären.
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Wissenschaftsminister Boris Rhein lässt sich das Projekt "AutoAdd" erklären. Es geht darum, den Bestell-, Fertigungs- und Auslieferungsprozess für maßgeschneiderte Bauteile einfacher zu gestalten.
© Manuel Sturm

Wiesbaden. Zwei Forschungsprojekte aus Langen und Rodgau bekommen Unterstützung vom Land Hessen: Wissenschaftsminister Boris Rhein überreicht den wissenschaftlichen Teams heute Förderbescheide über insgesamt rund 723.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem bundesweit einmaligen Forschungsförderprogramm LOEWE, mit dem auch KMU-Verbundprojekte unterstützt werden. In diesen Projekten arbeiten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hessen mit Wissenschaftseinrichtungen an innovativen Produkten und Dienstleistungen.

Konkrete Probleme in der Industrie lösen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die beiden geförderten Projekte sollen konkrete Probleme in der Industrie lösen: Die Forscher arbeiten daran, individuelle Bauteile effektiver herzustellen und Lösemittel in der Druckindustrie zu recyceln. LOEWE gibt somit Anstoß für Innovationen in der Wirtschaft – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.“

Für das Projekt „AutoAdd“ arbeitet die TU Darmstadt mit den Firmen Kegelmann Technik GmbH aus Rodgau und em engineering methods AG aus Darmstadt zusammen. Es geht darum, den Bestell-, Fertigungs- und Auslieferungsprozess für maßgeschneiderte Bauteile einfacher zu gestalten. Professionelle Kunden wie zum Beispiel Automobilhersteller sollen Prototypen und Kleinserien aus Metall und Kunststoff so bequem erhalten können, wie es Verbraucher heutzutage von Online-Shops gewohnt sind. „AutoAdd“ soll auch die Kosten bei der Beschaffung von Bauteilen verringern und die Zeit bis zur Abwicklung des Auftrags deutlich verkürzen. LOEWE fördert das Projekt mit rund 365.000 Euro.

Wirtschaftlicher Umgang mit Lösemitteln

Das zweite geförderte LOEWE-Projekt trägt den Titel „Absorptive Lösemittelrückgewinnung mittels Diglykoletherderivaten nach vorausgehender Aufkonzentration der Emissionsbestandteile“. Die Frankfurt University of Applied Sciences hat sich dafür mit den Unternehmen Rafflenbeul Anlagenbau GmbH aus Langen und Anton Debatin GmbH aus Bruchsal zusammengetan. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zum Recyceln von Lösemitteln, wie sie auch in der Druckindustrie zur Reinigung von Maschinen eingesetzt werden. Schon heute können Lösemittel zurückgewonnen werden – das ist jedoch oft teuer. Das Projekt arbeitet an einer wirtschaftlichen und umweltschonenden Lösung. LOEWE unterstützt das Vorhaben mit rund 359.000 Euro.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Beide Projekte haben nicht nur den greifbaren Nutzen für Kunden und Unternehmen im Blick. Sie tragen auch zum ,Jobmotor Hessen‘ bei – genau wie all die anderen KMU-Verbundprojekte, die LOEWE fördert. Besonders freue ich mich über die vielen jungen Unternehmen, die an den Forschungsvorhaben beteiligt sind. Gerade sie sind innovativ, flexibel am Markt und schaffen Arbeitsplätze.“

Was ist LOEWE?

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit LOEWE hat die Landesregierung von 2008 bis 2016 rund 671 Millionen Euro für die Förderung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2017 beläuft sich das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 58 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Weitere Informationen gibt es auf www.loewe.hessen.de.

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