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Wissenschaftsministerin Angela Dorn

BAföG-Erhöhung kommt rechtzeitig zum Schuljahres- und Semesterbeginn

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen
26.07.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Zahlreiche Neuerungen von höheren Sätzen über Pflegezeiten bis Förderung für Studierende an privaten Berufsakademien

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Studierende am Tisch
© Brooke Cagle / Unsplash

Wiesbaden. Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn und zum Wintersemester an den Hochschulen treten die Verbesserungen beim BAföG in Kraft. Der derzeitige BAföG-Höchstsatz von 735 Euro steigt in diesem Jahr zunächst auf 851 Euro und 2020 noch einmal auf 861 Euro. Auch Freibeträge für Einkommen und Vermögen werden erhöht. Auf diese und weitere Verbesserungen macht das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst aufmerksam.

Bildung und Ausbildung dürfen nicht vom Geldbeutel abhängen

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Es ist ein richtiger Schritt, dass Fördersätze und Freibeträge endlich erhöht wurden, denn Bildung und Ausbildung dürfen nicht vom eigenen Geldbeutel oder dem der Eltern abhängen. Damit das BAföG auch in Zukunft Bildungsgerechtigkeit garantiert und die jungen Menschen in ihren individuellen Lebenssituationen noch besser erreicht, muss es über die aktuellen Verbesserungen hinaus strukturell weiterentwickelt werden – so zum Beispiel bei den hochschulrechtlich zugelassenen Orientierungsstudiengängen.“

Berufsakademien werden einbezogen

Neu im BAföG ist die Einbeziehung der Berufsakademien, die Abschlüsse verleihen, die nach Landesrecht Hochschulabschlüssen gleichgestellt sind. Damit können auch Studierende an privaten hessischen Berufsakademien mit ihren akkreditierten Studiengängen künftig BAföG-Anträge stellen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Dafür hatte sich das Ministerium für Wissenschaft und Kunst eingesetzt. Ministerin Dorn: „Die hessischen Berufsakademien verleihen Abschlüsse, die Hochschulabschlüssen gleichgestellt sind. Daher ist es nur konsequent, dass Studierende dieser Studiengänge auch BAföG-berechtigt sind.“

Das sind die wichtigsten Änderungen

Die wichtigsten Änderungen im BAföG:

  • Mit dem 26. BAföG-Änderungsgesetz steigen die Bedarfssätze zu Beginn des Schuljahres bzw. zum kommenden Wintersemester um 5 Prozent und 2020 um 2 Prozent. Damit wird der derzeitige BAföG-Höchstsatz von 735 Euro in zwei Schritten auf zunächst 851 Euro und dann 861 Euro angehoben.
  • Die Einkommensfreibeträge werden in 2019 um 7 Prozent, in 2020 um 3 Prozent, in 2021 um 6 Prozent erhöht. Damit soll der Kreis der Anspruchsberechtigten wieder wachsen.
  • Die Freibeträge für eigenes Vermögen werden 2020 von derzeit 7.500 Euro auf 8.200 Euro steigen. Vermögensfreibeträge für Auszubildende mit Unterhaltspflichten gegenüber eigenen Ehegatten, Lebenspartnern und Kindern werden von derzeit jeweils 2.100 Euro auf 2.300 Euro angehoben.
  • Die Höhe der Kranken- und Pflegeversicherungszuschläge wird angepasst und  eine höhere Pauschale eingeführt, insbesondere für Auszubildende, die in der Regel ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr in der Krankenversicherung der Studierenden versicherungspflichtig sind und als freiwillig Versicherte höhere Beiträge zahlen müssen.
  • Der Kinderbetreuungszuschlag wird von 130 Euro in zwei Schritten auf 150 Euro im Jahr 2020 erhöht.
  • Die Pflege naher Angehöriger wird künftig als Grund für die Verlängerung der Förderungshöchstdauer berücksichtigt.
  • Beim Verlängerungsgrund der Betreuung von Kindern wird das Höchstalter, bis zu dem Kinder berücksichtigt werden können, von 10 auf 14 Jahre angehoben.
  • Um Verschuldensängste weiter abzubauen, wird die maximale Rückzahlungsdauer des Darlehens auf 20 Jahre begrenzt, auch wenn jemand wegen geringen Einkommens in diesem Zeitraum von der Rückzahlung freigestellt ist. Das verzinsliche Bankdarlehen für die sogenannte Studienabschlusshilfe wird durch ein zinsfreies Staatsdarlehen ersetzt.
  • Der Katalog der Ausbildungsstätten, die in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen sind, wird um Akademien im tertiären Bereich ergänzt, die Hochschulabschlüssen gleichgestellte Abschlüsse verleihen.

Wer ist für das BAföG zuständig?

Zuständige BAföG-Stellen sind in Hessen die Ämter für Ausbildungsförderung in den Landkreisen und kreisfreien Städten (für Schüler-BAföG) sowie die Ämter für Ausbildungsförderung bei den Studentenwerken (Studierenden-BAföG). Diese bieten persönliche Beratung zu allen Fragen rund um die BAföG-Antragstellung an. Zudem besteht hessenweit die Möglichkeit der Online-Antragstellung. Kontaktdaten der Ämter für Ausbildungsförderung sowie Informationen zum Online-Antrag finden sich im Internet unter www.bafög-hessen.de oder in der App „BAföG-direkt“.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
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