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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Beste unternehmerische Ideen aus den hessischen Hochschulen ausgezeichnet

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen, Ehrungen
09.11.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Wissenschaftsminister Boris Rhein mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern des Hochschul-Gründerwettbewerbs "Hessen Ideen".
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Wissenschaftsminister Boris Rhein mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern des Hochschul-Gründerwettbewerbs "Hessen Ideen".
© Marita Klem

Frankfurt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute bei der feierlichen Preisverleihung im Museum für Kommunikation Frankfurt die Preisträger des diesjährigen Hessischen Ideenwettbewerbs „Hessen Ideen“ ausgezeichnet und den drei Siegerteams gratuliert.

Wertschätzung für Erfindergeist

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich, bereits zum zweiten Mal die besten Gründungsideen aus den hessischen Hochschulen auszeichnen zu dürfen. Die Ehrung mit dem Hessischen Ideenpreis ist ein herausragender Erfolg. Durch die Prämierung möchten wir den Teams für ihren Erfindergeist und ihr unternehmerisches Handeln eine Wertschätzung erteilen. Gleichzeitig ist die Auszeichnung eine Motivation zur weiteren Ausarbeitung der Geschäftsideen. Das Netzwerk von ‚Hessen Ideen‘ wird alle teilnehmenden Teams bei der weiteren Umsetzung ihrer Ideen unterstützen.“

Das sind die Gewinner von "Hessen Ideen" 2017

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Team der Hochschule für Gestaltung Offenbach für „FRAME ONE – Das neu gedachte Fahrrad“. Sie haben ein lokal- und maßgefertigtes Fahrrad zum Preis eines hochwertigen Rads von der Stange entwickelt. Ermöglicht wird der hohe Grad an Individualisierung durch einen partiell 3D-gedruckten Fahrradrahmen. Besonders überzeugt hat die Jury die Idee, am Point of Sale mit innovativen Methoden individuelle, auf den Kunden angepasste maßgeschneiderte Produkte herzustellen.

Das Team der TU Darmstadt erhielt den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis für das Projekt „F-Technologies“. "F-Technologies" entwickelt hoch performante Anwendungen im Datencenter und in der Cloud auf der Basis von effizienten Beschleunigern wie Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs), welche eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine höhere Energieeffizienz der Rechenprozesse ermöglichen. Die neu entwickelten technologischen Lösungen des Teams aus der TU Darmstadt adressieren die technologische Infrastruktur der Digitalisierung. Sie sollen in der Big-Data-Ära zukünftig eingesetzt werden, um rasant steigenden Datenmengen verknüpft mit nie dagewesenen Rechenanforderungen zu bewältigen. Besonders überzeugt hat die Jury der Beitrag der Forschung zur Entwicklung von Spitzentechnologie. 

Der mit 2.000 Euro dotierte dritte Preis ging an die Justus-Liebig-Universität Gießen für die Idee „Mobiles Wasserdesinfektionssystem auf der Basis neuartiger UVC –LEDs“. Das mobile Wasserdesinfektionssystem wurde von einem Studenten der Justus-Liebig Universität Gießen entwickelt. Es ist ein kostengünstiges Verfahren, bei dem mit Hilfe einer neuartigen LED-Lampe Wasser desinfiziert wird. Die Geschäftsidee besteht darin, dieses Verfahren als Bausatz zu vertreiben. Besonders überzeugt hat die Jury der Beitrag der Idee zur sozialen Innovation. 

Den Publikumspreis gewann das Team "Floating Office" der TU Darmstadt. "Floating Office" ist der höhenverstellbare Schreibtisch der Zukunft. Der Clou: Der Tisch hat keine Beine, sondern ist mit Seilen an der Decke befestigt.

 Ideen im Finale

Der Wettbewerb für Hochschulgründungsideen „Hessen Ideen“ wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt. Er richtet sich an gründungsaffine Hochschulangehörige, die mit ihrer Idee für ein Unternehmen noch am Anfang stehen.

Insgesamt 24 Ideen, bis zu drei pro Hochschule, wurden durch neun teilnehmende hessische Hochschulen für den Wettbewerb nominiert. Je drei Gutachter bewerteten die eingereichten Ideen inhaltlich. Parallel zur Bewertung der Ideen fand ein Online-Voting statt, an dem sich über 5.000 Personen beteiligt und für ihren Favoriten abgestimmt hatten. Zwölf Ideen wurden auf diese Weise für das Finale ausgewählt und präsentierten sich vor einer Jury, die über die drei Preisträger entschied.

Unterstützung auf dem Weg zum Geschäftskonzept

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit diesem Wettbewerb haben wir uns das Ziel gesetzt, unternehmerische Ideen an den Hochschulen zu entdecken und zu fördern. Die innovativen Ideen der Preisträger und Nominierten zeugen von dem großen Potential für Gründungsideen an den hessischen Hochschulen. Wir wollen einen Anstoß und eine Hilfestellung dafür geben, dass dieses Potential erkannt und zielgerichtet weiterentwickelt wird. Darum haben wir unser Unterstützungsangebot für Hochschulgründer mit der Einführung des ‚Hessen Ideen Stipendiums‘ auch ausgebaut. Wir wollen potentielle Hochschulgründer auf dem Weg von der unternehmerischen Idee zu einem überzeugenden Geschäftskonzept konkret unterstützen.“

Neben einer finanziellen Förderung für einen Zeitraum von sechs Monaten beinhaltet das Stipendium ein enges inhaltliches Unterstützungsangebot durch Coaching und Workshops. Bewerbungen sind seit dem 1. November 2017 möglich. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Januar 2018.

Initiative des Landes Hessen

Der „Hessen Ideen Wettbewerb“ und das „Hessen Ideen Stipendium“ sind Teil von „Hessen Ideen“, einer Initiative des Landes Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischer Unternehmen. Sie soll unternehmerische Ideen an den Hochschulen entdecken und fördern. Hessen Ideen richtet sich an gründungsaffine Hochschulangehörige und -absolventen, die sich in einer frühen Phase der Ausarbeitung einer Geschäftsidee befinden.

Das Land Hessen unterstützt die Initiative „Hessen Ideen“ mit rund 2,9 Millionen Euro von 2018 bis 2020. Der hessenweite Ideenwettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wissenschaftsministers Boris Rhein. Die Koordination des Wettbewerbs liegt in den Händen der Universität Kassel.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Christoph Schlein
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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