Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein

Besuch der "Weißen Stadt" in Tel Aviv

Thema: 
Kunst und Kultur, Wissenschaft
01.11.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Zur „Weißen Stadt“ in Tel Aviv gehört eine Sammlung von über 4.000 Gebäuden, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden.
Zur „Weißen Stadt“ in Tel Aviv gehört eine Sammlung von über 4.000 Gebäuden, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden.
© kunst.hessen.de

Wiesbaden/Tel Aviv. Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein hat heute mit der Stadtarchitektin Tel Avivs Sharon Golan Yaron die „Weiße Stadt“ besucht und sich über das geschichtliche und baukulturelle Erbe informiert. Zur „Weißen Stadt“ in Tel Aviv gehört eine Sammlung von über 4.000 Gebäuden, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden. Die Architekten dieser Gebäude waren zum größten Teil deutschstämmige Juden, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 aus Deutschland ausgewandert waren. Seit 2003 gehört die Weiße Stadt von Tel Aviv zum UNESCO-Welterbe.

Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: „Die Weiße Stadt ist ein beeindruckendes Zeugnis des Bauhaus-Stils und daher auch für das Land Hessen besonders interessant: Im vergangenen Jahr ist Hessen dem Bauhaus-Verbund beigetreten, der das anstehende Bauhaus-Jubiläum vorbereitet: 2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses, das zu den bedeutendsten kulturellen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts zählt, zum 100. Mal“

Stadtarchitektin Sharon Golan Yaron führte den Minister zu einigen der interessantesten Gebäuden, die in den ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts erbaut wurden. Auch das Liebig-Haus, das mit Unterstützung der Bundesregierung ein Zentrum für Forschung und Lehre zum Thema Bauhaus werden soll, war Teil des Rundgangs. Außerdem erläuterte die Stadtarchitektin beispielsweise, dass Bauhaus-Architekten auf ihrer Flucht von Deutschland nach Israel in den 1930er Jahren die Bauhaus-Idee und einige deutsche Wörter wie Steinputz, Waschputz und Kratzputz mitbrachten und diese bis heute ein Teil der hebräischen Sprache sind.

Weiteres Programm in Israel

Ein weiterer Anlass der Israel-Reise ist die Eröffnung der Ausstellung „Die justizielle Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Hessen“ an der Universität Haifa. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess, dessen Akten das Hessische Hauptstaatsarchiv aufbewahrt. Außerdem gibt der Minister den Startschuss für die erste Gruppe von deutschen und israelischen Nachwuchsforschern des Hessisch-Israelischen Partnership Accelerators (HIPA) für Cybersicherheit. Zudem stehen Gespräche mit dem Präsidenten der Universität Tel Aviv und dem deutschen Botschafter auf dem Programm.

Zur „Weißen Stadt“ in Tel Aviv gehört eine Sammlung von über 4.000 Gebäuden, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden.
  • Zur „Weißen Stadt“ in Tel Aviv gehört eine Sammlung von über 4.000 Gebäuden, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden.
  • Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein traf unter anderem auch den deutschen Botschafter, Dr. Clemens von Goetze, zu einem Gespräch in Tel Aviv.
  • In Jerusalem traf sich Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein mit Israel Hasson, dem Generaldirektor der Israelischen Antikenbehörde und informierte sich über deren Arbeit.
Minister Rhein in Israel

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