Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein

„Bibliotheken bringen Menschen zusammen“

Thema: 
Kunst und Kultur, Wissenschaft
23.10.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Tag der Bibliotheken zeigt Vielfalt und Angebote der Einrichtungen

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Zwei Menschen an einem Bücherregal
Vereinen Vergangenheit und Zukunft: Hessens Bibliotheken.
© Pixabay/StockSnap

Wiesbaden. Anlässlich des morgigen bundesweiten „Tag der Bibliotheken“ unterstreicht Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein die besondere Bedeutung der Bibliotheken in Hessen. Der Tag lenkt seit 1995 jedes Jahr am 24. Oktober die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt und Angebote der Bibliotheken.

Aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken

„Bibliotheken sind wesentliche Einrichtungen unserer Gesellschaft und aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken“, betonte Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein. „Sie bieten den Menschen Orte, an denen sie nicht nur lesen und lernen, sondern sich auch austauschen können. Vor allem im ländlichen Raum organisieren unsere hessischen Bibliotheken großartige Projekte, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und jeglichen Alters zusammenbringen. Dieses Engagement unterstützen wir: In diesem Jahr fördern wir 76 öffentliche Bibliotheken in Hessen mit rund 1,25 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich.“

Spaß am Lesen vermitteln

Viele Bibliotheken nutzen die Fördermittel für Projekte, die Kinder und Jugendlichen Spaß am Lesen vermitteln. Neben einem Ausbau des Medienbestands geht es hier auch um Projekte zur Förderung der Medienkompetenz. Die Stadtbibliothek Wetzlar beispielsweise baut an Kitas kleine Büchereien auf mit Aktionen sowohl für die Kinder als auch für die Erzieherinnen und Erzieher. Aber auch ältere Leserinnen und Leser kommen nicht zu kurz. Einrichtungen wie die Bibliothek in Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis) arbeiten mit Pflegeeinrichtungen zusammen und schaffen Angebote für beispielsweise Demenzkranke. Ein Teil der Förderung fließt zudem in Medien für Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu zählen unter anderem Bücher in einfacher Sprache oder zum Spracherwerb. Die Stadtbibliotheken in Offenbach und Viernheim zum Beispiel organisieren solche Integrationsprojekte.

Gedächtnis des Landes und Informationsversorger

Das Land Hessen unterstützt auch die Landes- und Hochschulbibliotheken – Gedächtnis des Landes und zugleich Literatur- und Informationsversorger für Wissenschaft und Forschung. Mit Investitionen aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA beispielsweise hat das Land in Kassel, Fulda, Marburg, Darmstadt, Frankfurt und  Wiesbaden Erneuerungs- oder Neubaumaßnahmen für die Hochschulbibliotheken in Gang gesetzt. Im April dieses Jahres eröffnete Wissenschaftsminister Boris Rhein die neue Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg – ein 120-Millionen-Euro-Projekt mit modernster Ausstattung. Zudem hat die Hessische Landesregierung entschieden, den Neubau der Universitätsbibliothek in Frankfurt mit bis zu 105 Millionen Euro aus den Mitteln des Verkaufs des alten Polizeipräsidiums zu finanzieren.

In ständiger Weiterentwicklung

„Bibliotheken befinden sich insbesondere seit dem Beginn der Digitalisierung in ständiger Weiterentwicklung. Nicht selten wurde in den vergangenen Jahren immer mal wieder die Frage aufgeworfen, ob man Bibliotheken im klassischen Sinne eigentlich noch benötigt. Die Antwort ist eindeutig ja: Die enorme Vielfalt an Informationen, die sich durch die Digitalisierung, die elektronischen Medien rasant weiter entwickelt hat, will mit Metadaten versorgt, recherchierbar, langfristig sicher gespeichert und verwahrt, für Forschungszwecke jederzeit zugänglich und einfach handhabbar sein. Das leisten unsere Bibliotheken“, so Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein abschließend.

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