Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Digitalisierung braucht sinnvolle Prioritäten

Thema: 
Kunst und Kultur
18.06.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Datenbanken und Apps eröffnen Museen neue Chancen

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Zwei Frauen halten Handy auf ein Gemälde
© Unsplash/Christian Fregnan

Wiesbaden. Die Digitalisierung der hessischen Museen ist aus Sicht von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn eine wichtige Aufgabe: „Wir haben dafür in den Museen des Landes 2018 und 2019 mehr als 700.000 Euro zur Verfügung gestellt“, betonte sie in ihrer Rede im Hessischen Landtag. „Dazu kommt die allgemeine Förderung an kommunale und private Museen, aus der auch Digitalisierungsprojekte finanziert werden können, sowie die Unterstützung des Museumsverbandes. Dieser erarbeitet derzeit Vorschläge zur landesweiten Stärkung der Digitalisierung in den Museen. Dabei ist auch eine engere Zusammenarbeit mit dem länderübergreifenden Museumsportal museum-digital.de angestrebt. Wir sind sehr gespannt auf die Vorschläge und bereit, den Museumsverband zu unterstützen.“

Herausfordernde Daueraufgabe

„Die Digitalisierung von Kulturgütern ist eine komplexe, umfangreiche und herausfordernde Daueraufgabe für die Museen“, so Dorn weiter. „Wir können nicht alles gleichzeitig angehen. Die Erfassung der Bestände, also der digitale Katalog ist der erste Schritt, die Erstellung digitaler Abbilder der zweite – das sind nicht nur Fotos, sondern oft Filme oder dreidimensionale Visualisierungen. Das ist aufwändig und dauert lange. Allein der Gesamtbestand der Museumslandschaft Hessen Kassel umfasst rund 300.000 Objekte. Daher müssen wir sorgfältig Prioritäten setzen und Bedeutung des Kulturguts, öffentliches und wissenschaftliches Interesse, Erhaltungszustand und Fragen nach der Provenienz abwägen. Das können wir nur gemeinsam mit den Kultureinrichtungen diskutieren und entscheiden. Digitalisierung ist keine trendige Überschrift, sondern ein Prozess, den wir mit Vernunft und Leidenschaft gestalten. Wer Digitalisierung klug machen möchte, systematisiert und priorisiert.“

Ganzheitliche digitale Strategie erarbeiten

„Mit den staatlichen Museen erarbeiten wir zurzeit eine ganzheitliche digitale Strategie für alle in Frage kommenden Bereiche, von Infrastruktur, Verwaltung und Personal über die Erschließung der Sammlungen und das Erstellen digitaler Abbilder bis zu besserer Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es auch um Apps, Augmented Reality und die Nutzung sozialer Medien, um das Besuchserlebnis in unseren Museen verbessern. Die Erarbeitung der Strategie begleiten Digitalisierungsprojekte, die unsere Museen seit vergangenem Jahr umsetzen. Dabei setzen wir Mittel zur Umsetzung der Strategie Digitales Hessen ein. Insgesamt werden wir rund drei Millionen Euro investieren.“

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Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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