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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

documenta archiv stärkt Erfolg der Weltausstellung

Thema: 
Kunst und Kultur
08.08.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Wissenschaftsminister Boris Rhein lässt sich historische Aufnahmen aus 60 Jahren documenta zeigen
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Das documenta archiv besitzt eine Mediensammlung mit mehr als 39.000 analogen und 42.000 digitalen Aufnahmen sowie 5.000 Videos und 650 Audios, die die Werke und Künstler der documenta-Ausstellungen zeigen.
© wissenschaft.hessen.de

Kassel. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute das documenta archiv in Kassel besucht. Das Archiv gilt als das Gedächtnis der weltberühmten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Hier dokumentieren eine riesige Mediensammlung sowie ein umfangreiches Akten- und Pressearchiv über 60 Jahre documenta. Das Land Hessen fördert das documenta archiv jährlich mit 500.000 Euro.

documenta-Idee weiter verstetigen

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Das große Besucherinteresse an der aktuellen documenta 14 zeigt die ungebrochene Begeisterung für zeitgenössische Kunst. Damit diese auch in den Jahren zwischen den Ausstellungen erhalten bleibt, wollen wir die Idee der documenta und die damit verbundene Arbeit an den Fragen, die sie aufwirft, in Kassel weiter verstetigen. Mit der Förderung des documenta archivs stärken wir die Geschichte und den Erfolg der Weltkunstausstellung und machen sie auch außerhalb der alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen erlebbar.“

Nachlässe und riesiges Medienarchiv

Unter der Leitung von Direktorin Dr. Birgit Joos werden im documenta archiv Text- und Bildquellen zur modernen und zeitgenössischen Kunst gesammelt, dokumentiert und wissenschaftlich bearbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der documenta-Ausstellungen. Das Archiv wurde 1961 gegründet und beherbergt ein Aktenarchiv, das das Schriftgut der vergangenen Ausstellungen aufbewahrt, eine Spezialbibliothek sowie umfangreiche Presse-, Bild- und audiovisuellen Mediensammlungen. Dazu gehören unter anderem eine Mediensammlung mit mehr als 39.000 analogen und 42.000 digitalen Aufnahmen sowie 5.000 Videos und 650 Audios, die die Werke und Künstler der documenta-Ausstellungen zeigen. Auch ein Akten- und Pressearchiv sowie eine der umfassendsten Spezialbibliotheken für die moderne Kunst in Deutschland mit rund 120.000 Bänden finden sich im documenta archiv. Außerdem sammelt es Nachlässe, darunter den größte Teil des Vermächtnisses von documenta-Schöpfer Arnold Bode. Im Mai 2006 wurde der Bestand um den Nachlass des Künstlers Harry Kramer erweitert.

Kooperationsvereinbarung war wegweisend

Wegbereitend für die Zukunft des documenta archivs war die Kooperationsvereinbarung vom 15. Juli 2015 zwischen dem Land Hessen und der Stadt Kassel, mit der das documenta archiv an die documenta und Museum Fridericianum gGmbH übergeben wurde. Beide Kooperationspartner haben sich verpflichtet, die erforderlichen Mittel von insgesamt bis zu einer Million Euro pro Jahr als Zuwendungen zur Verfügung zu stellen.

„Durch diese Kooperationsvereinbarung wurde die solide Grundlage dafür geschaffen, dass das documenta archiv erfolgreich seine Arbeit durchführen kann und somit dafür sorgt, dass das Vermächtnis der documenta für kommende Generationen erhalten bleibt. Das Archiv ist ein unermesslicher Schatz, der – gehoben und wissenschaftlich aufgearbeitet – die documenta mit ihrer nun 60-jährigen Geschichte auch institutionell zu einem Stück Kunstgeschichte macht“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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