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Wissenschaftsministerin Angela Dorn

„Duales Studium Hessen“ formuliert Qualitätskriterien für Praxisphasen

Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir unterstreichen Qualitätsversprechen der Dachmarke

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Wiesbaden. Die Dachmarke „Duales Studium Hessen“ steht seit 2008 für einen gemeinsamen Standard dualer Studiengänge. Beim dualen Studium durchlaufen die Studierenden eng verzahnt mit dem Studium eine Ausbildung oder intensive Praxisphasen. Für diese Praxisphasen haben die beteiligten Hochschulen und Berufsakademien, das Wissenschafts-, Wirtschafts- und Kultusministerium sowie die hessischen IHK nun gemeinsam zusätzliche Qualitätskriterien für die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis erarbeitet. Kein leichter, aber sehr gelungener Prozess, der die heterogenen Strukturen und unterschiedlichen Studienangebote von insgesamt 17 Bildungsanbietern für die neuen gemeinsamen Standards berücksichtigt.

Hessen hebt sich ab

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Mit den klar definierten Qualitätskriterien der Kampagne ‚Duales Studium Hessen‘ hebt sich Hessen von anderen Bundesländern ab. Das Festschreiben solcher Standards trägt zur Schärfung des Profils, zur Verbesserung der Angebotsstruktur und zu einer hohen Angebotsqualität bei. Ziel war es, die bestehenden Regelungen der verschiedenen Bildungsanbieter zu rund zehn einheitlichen, allgemeingültigen Punkten zusammenzufassen. Auch in Zukunft wollen wir das Qualitätsversprechen weiter stärken, um zusätzliche Studieninteressierte und Praxispartner für das duale Studium in Hessen zu gewinnen.“

Selbstverpflichtung der Hochschulen und Berufsakademien

Die neuen Qualitätskriterien sind eine Selbstverpflichtung der Hochschulen und Berufsakademien. Sie legen Standards für die folgenden Bereiche fest: Ziele der Praxisphasen, Mitwirkung an Praxisprojekten, Betreuung in den Praxisphasen, Ausstattung und Eignung des Praxispartners, Arbeitsbelastung und Freistellung der Studierenden, Bachelor-Thesis, Hinweise zu den Studienformaten sowie Qualitätssicherung und Weiterentwicklung. Die detaillierten Anforderungen und Ziele der Praxisphasen sind in den akkreditierten Studien- und Prüfungsordnungen sowie in den Modulhandbüchern der Bildungsanbieter definiert. Bei Fragen können sich die jeweiligen Praxispartner stets mit den Hochschulen und Berufsakademien in Verbindung setzen.

Theorie und Praxis verknüpfen

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Das duale Studium verknüpft Theorie und Praxis. Das nutzt den Studierenden, die damit ihr Studium sehr zielgerichtet auf ihre spätere berufliche Tätigkeit hin ausrichten können, und gleichzeitig den Unternehmen, denn die Absolventen brauchen nach dem Examen keine lange Einarbeitungszeit mehr. Die Unternehmen können damit ihren Fachkräftebedarf sehr gezielt decken. Die neuen Kriterien untermauern den Qualitätsanspruch dieses Modells.“

1,5 Millionen Euro für proDUAL

Die Landesregierung hat für die zusätzliche Förderung dualer Studienangebote im Doppelhaushalt 2018/2019 rund 1,5 Millionen Euro für das neue Förderprogramm proDUAL bereitgestellt. Die Einrichtung neuer dualer Studienangebote unterstützt das Land auch mit Mitteln des Studienstrukturprogramms des Wissenschaftsministeriums, das der strukturellen Weiterentwicklung der hessischen Hochschulen dient. In den vergangenen zehn Jahren wurde auf diese Weise bereits rund eine Million Euro zur Unterstützung dualer Studiengänge investiert. Staatlich anerkannte Berufsakademien in Hessen erhalten zudem jährlich bis zu 1.000 Euro für jeden dual Studierenden.

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