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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Forschungsförderprogramm LOEWE ermöglicht Frankfurt Cancer Institute

Thema: 
Wissenschaft, LOEWE
29.06.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Hochrelevante Krebsforschung in Frankfurt wird von Bund, Land und Deutscher Krebshilfe unterstützt und erheblich ausgebaut

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein begrüßt den Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder, einen Forschungsbau für das Frankfurt Cancer Institute durch Bundesmittel zu fördern. Grundlage hierfür war die Empfehlung des Wissenschaftsrates vom 27. April 2018. Das neue Institut soll am Campus des Universitätsklinikums Frankfurt entstehen und wird ab 2019 gefördert.  

23,6 Millionen von LOEWE

Das Land Hessen fördert gleichzeitig ab 2019 das gleichnamige LOEWE-Zentrum ‚FCI - Frankfurt Cancer Institute‘ mit rund 23,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von zunächst  vier Jahren für den laufenden Betrieb und die wissenschaftliche Forschung. Das hat jetzt die LOEWE-Verwaltungskommission auf Basis externer Gutachtendenvoten und der Förder-empfehlungen des LOEWE-Programmbeirats nach den Maßstäben wissenschaftlicher Qualität im wettbewerblichen Auswahlverfahren entschieden.

Zu der Entscheidung trugen das überzeugende und zugleich hochinnovative wissenschaftliche Programm sowie die herausragenden Vorarbeiten der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei. Es wird erwartet, dass das neue LOEWE-Zentrum in eine sehr hohe internationale Sichtbarkeit der Frankfurter Krebsforschung mündet. Durch die exzellenten Konzepte zum Transfer der Erkenntnisse in die Gesellschaft und Industrie soll das ‚Frankfurt Cancer Institute‘ dazu beitragen, den Standort Hessen in wissenschaftlicher, gesellschaftlicher, und ökonomischer Hinsicht voranzutreiben.

Wichtige Schritte für Krebsforschung

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Der Beschluss der Gemeinamen Wissenschaftskommission und die Entscheidung der LOEWE-Verwaltungskommission sind wichtige Schritte, um Frankfurt als wichtigen Standort für die Krebsforschung weiter zu stärken und auszubauen. Ich freue mich sehr darüber – nicht zuletzt, da damit eine Anerkennung für die hochrelevante und aktuelle Forschungsprogrammatik des Frankfurt Cancer Institute und damit für die Exzellenz der hiesigen Forschung einhergeht.“

Mit dem Frankfurt Cancer Institute ist ein Forschungszentrum geplant, das langfristig die klinischen und klinisch-wissenschaftlichen Aktivitäten in der Krebsmedizin in Frankfurt und die Krebsforschung am Standort verbinden soll. Als Partner der Goethe-Universität Frankfurt mit ihren medizinischen Einrichtungen sind das Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie das Paul-Ehrlich-Institut in Langen vorgesehen. Ziel ist es auch, die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar für die weitere Therapieentwicklung und die individuelle Behandlung von Tumorpatienten zu nutzen.

Das neue Forschungsgebäude wird unter anderem von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des jetzt bewilligten LOEWE-Zentrums ‚FCI - Frankfurt Cancer Institute‘ genutzt.

Kosten für Neubau auf 73 Millionen geschätzt

Die Kosten für den geplanten Neubau werden auf rund 73,4 Millionen Euro geschätzt. Davon tragen Bund und Land gemeinsam rund 52,1 Millionen Euro zu gleichen Teilen. Die Deutsche Krebshilfe wird sich mit 20 Millionen Euro an den Baukosten beteiligen. Die restlichen Mittel steuern weitere Kooperationspartner bei.

"Den Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz und die Entscheidung der LOEWE-Verwaltungskommission begrüßen wir sehr. Die Forschung, insbesondere die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung, ist ein bedeutsames  Instrument im Kampf gegen Krebs. Die Förderung des neuen Forschungsbaus ist uns nur möglich aufgrund eines besonderen Nachlasses, den wir erhalten haben, verbunden mit dem Wunsch, einen Teil für die Errichtung eines solchen nachhaltigen und sichtbaren Gebäudes einzusetzen. Das vorgelegte Konzept der Frankfurter Ärztinnen und Ärzte sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat uns in diesem Sinne überzeugt", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Wissenschaftsinstitutionen in Hessen stärken

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist das höchste Entscheidungsgremium für Gemeinschaftsförderungen von Bund und Ländern im Wissenschaftsbereich. Dort behandeln Bund und Länder alle sie gemeinsam berührenden Fragen der wissenschafts- und forschungspolitischen Strategien, der Wissenschaftsförderung und des Wissenschaftssystems. Mitglieder der GWK sind die Wissenschaftsministerinnen und  -minister sowie die Finanzministerinnen und -minister von Bund und Ländern.

Das Frankfurt Cancer Institute ist bereits der 17. Forschungsbau an einer Hochschule des Landes, der vom Bund gefördert wird.

„Die Hessische Landesregierung hat ein großes Interesse daran, herausragende Forschungsschwerpunkte zu fördern und damit die Wissenschaftsinstitutionen in Hessen zu stärken. Dazu zählt auch die Krebsforschung. Das nun bewilligte LOEWE-Zentrum ‚FCI - Frankfurt Cancer Institute‘ reiht sich ein in bereits geförderte LOEWE-Zentren zur Krebsforschung: Das LOEWE-Zentrum ,CGT - Zell- und Gentherapie‘ an der Goethe-Universität Frankfurt zum Beispiel entwickelt Verfahren weiter, mit denen u.a. Blutkrebs besser behandelt werden kann. So etwa aktuell ein neues, standardisiertes Zellpräparat, um lebensbedrohlichen Komplikationen nach Knochenmarktransplantationen bei Leukämiepatientinnen und -patienten entgegenzuwirken. Zu den hervorragenden Krebsforschungsprojekten zählt auch das LOEWE-Zentrum ‚UGMLC - Universities of Gießen and Marburg Lung Center‘. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort erforschen Lungenerkrankungen und arbeiten auch an neuen Diagnostiken und Therapieformen zur Bekämpfung des Lungenkarzinoms“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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