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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Glückwunsch an hessische Leibniz-Preisträgerin 2018

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen, LOEWE, Ehrungen
14.12.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Prof. Nicola Fuchs-Schündeln forscht an der Goethe-Universität Frankfurt

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein gratuliert Wirtschaftswissenschaftlerin Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität Frankfurt, herzlich zum Leibniz-Preis 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ein Schwerpunkt der Wissenschaftlerin ist die Untersuchung der Diskrepanz der  Werthaltungen der Menschen aus der ehemaligen DDR und ihrer Landsleute im Westen noch viele Jahre nach der Wende.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Deutsche Forschungsgemeinschaft honoriert mit dieser Auszeichnung die außergewöhnlich Leistung einer erfolgreichen Wissenschaftlerin aus Hessen. Professorin Fuchs-Schündeln hat den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis, der als der renommierteste und wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland gilt, mehr als verdient. Ihre wissenschaftlichen Leistungen tragen maßgeblich zur Profilierung des Wissenschaftsstandorts Hessen bei, wofür ich sehr dankbar bin.“

Die „Endogenität von Präferenzen“ gehört zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Nicola Fuchs-Schündeln. Sie vergleicht in ihrer wissenschaftlichen Arbeit die ökonomischen Präferenzen von ehemaligen DDR- mit denen von BRD-Bürgern. So seien Menschen aus den neuen Bundesländern beispielsweise auch Jahre nach dem Ende des Sozialismus der Ansicht, dass sich der Staat um Familien, Alte und Kranke kümmern müsste. Die Präferenzen der Menschen im Osten und im Westen der Republik glichen sich nur allmählich an. Fuchs-Schündelns Erkenntnisse zu unterschiedlichen Werthaltungen in Ost und West haben viel Aufmerksamkeit erhalten – vor allem deshalb, weil sie die traditionelle Annahme widerlegt hat, dass ökonomische Präferenzen angeboren und unveränderbar seien, unabhängig vom ökonomischen System.

„Professorin Fuchs-Schündeln hat sich auch in der Vergangenheit durch hervorragende Arbeit im Rahmen unseres Forschungsförderprogramms LOEWE hervorgetan: So ist sie Programmdirektorin am LOEWE-Zentrum ,Sustainable Architecture for Finance in Europe‘. Das zeigt, dass Hessens Hochschulen die klügsten Köpfe anziehen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft vergibt den Leibniz-Preis 2018 an insgesamt elf Forscherinnen und Forscher. Die Fördersumme von 2,5 Millionen Euro kann über einen Zeitraum von fünf Jahren von den Preisträgern abgerufen und flexibel eingesetzt werden. Die Preisverleihung findet im März 2018 statt.

Hintergrundinformationen zu den Preisträgern finden Sie unter www.dfg.de

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