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Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn

Hauptstaatsarchiv-Leiter Dr. Volker Eichler in den Ruhestand verabschiedet

Thema: 
Kunst und Kultur, Wissenschaft
15.02.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn lässt sich vom scheidenden Leitenden Direktor Dr. Volker Eichler die Archivschätze zeigen.
Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn lässt sich vom scheidenden Leitenden Direktor Dr. Volker Eichler die Archivschätze zeigen.
© Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Wiesbaden. Der Antrittsbesuch im Hessischen Landesarchiv war für Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn heute mit einem Abschied verbunden: Der Leitende Archivdirektor Dr. Volker Eichler geht nach 38 Jahren im Staatdienst mit Ablauf dieses Monats in den Ruhestand.

Herausragende Persönlichkeit der Archivlandschaft

„Mit Dr. Eichler verlässt nicht nur der Leiter des Hessischen Hauptstaatsarchivs seine Arbeitsstätte, sondern auch eine herausragende Persönlichkeit der hessischen und deutschen Archivlandschaft das Berufsleben“, betonte Ministerin Dorn. „Es ist zu einem großen Teil auch sein Verdienst, dass sich das Hessische Landesarchiv in den vergangenen fünf Jahren dazu entwickeln konnte, was es heute ist: Ein unverzichtbarer Bestandteil im hessischen Kultur- und Verwaltungsgefüge und in der deutschen Archivszene. Ich danke Dr. Eichler herzlich für seine Arbeit und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und einen erfüllten Ruhestand mit seiner Familie.“

Seit 2017 gehören das Hessische Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden sowie die beiden Staatsarchive in Darmstadt und Marburg zum Hessischen Landesarchiv. Das Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Zeit des Nationalsozialismus in Hessen sowie zur hessischen Geschichte seit 1945.

Angela Dorn sieht sich ein historisches Dokument im Hessischen Hauptstaatsarchiv an

Dr. Volker Eichler lag es besonders am Herzen, die Überlieferung aus der Zeit des Nationalsozialismus sicherzustellen und den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. In den 90er Jahren baute er eine umfangreiche Datenbank zu Widerstand und Verfolgung unter dem Nationalsozialismus in Hessen auf. Später setzte er sich dafür ein, die Unterlagen zu Entnazifizierungsverfahren und Entschädigungen nutzbar zu machen. Höhepunkte seiner Amtszeit waren die Übernahme des IG-Farben-Archivs und die Entscheidung der UNESCO 2017, die im Hauptstaatsarchiv aufbewahrten Schrift- und Tondokumente des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses in das Weltdokumentenerbe Memory of the World Register aufzunehmen.

Gedächtnis zugänglich machen

„Die Staatsarchive sind das Gedächtnis unseres Landes. Die Herausforderung ist, dieses Gedächtnis innovativ und serviceorientiert auch unseren Nachkommen zugänglich zu machen. Dafür spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Bei diesem großen Projekt haben Dr. Eichler sowie seine Kolleginnen und Kollegen bereits wichtige Grundlagen gelegt, die wir gemeinsam weiterverfolgen werden“, sagte Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn zum Abschluss.

Kurz-Vita von Dr. Volker Eichler

Dr. Volker Eichler wurde 1953 in Koblenz geboren. Er studierte Geschichte und Soziologie in Mainz sowie Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie, Alte Geschichte und Historische Hilfswissenschaften in Frankfurt. Das Studium schloss er mit der Promotion ab und trat 1981 in den Dienst des Hessischen Hauptstaatsarchivs ein, wo er verschiedene Zuständigkeitsbereiche durchlief. Seit dem 1. November 2014 ist er Leitender Archivdirektor des Hauptstaatsarchivs.

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Herr Volker Schmidt
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