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Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn

Haushalt 2021 stärkt Wissenschaft und Kultur mit Rekordsumme von 3,364 Milliarden Euro

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen
09.12.2020Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Hochschulen erhalten so viel Geld wie noch nie, so verlässlich wie noch nie / Starke Wissenschaft und Kultur als Investition in die Zukunft

Wiesbaden. Die Rekordsumme von 3,364 Milliarden Euro für Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kultur sieht der Haushaltsentwurf der Landesregierung für 2021 vor – knapp 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das ist eine Investition in die Zukunft und ein erheblicher Beitrag dazu, dass wir als Gesellschaft gestärkt in die Zeit ,nach Corona‘ starten können“, erklärt Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn. „Wir gestalten die Grundlagen für Forschung und Lehre, die uns helfen, Gefahren zu widerstehen und Herausforderungen von morgen und übermorgen zu bewältigen. Und wir stärken Kunst und Kultur, die zur Entwicklung unserer Gesellschaft und zu ihrem Zusammenhalt beitragen. Beide zusammen machen unsere Wissensgesellschaft, unsere Zivilisation aus, ihretwegen bestehen wir in dieser komplexen Welt und finden immer wieder neue kreative Lösungen für die Zukunft.“

Hessischer Hochschulpakt: Verlässlich wie noch nie

Der Hessische Hochschulpakt für die Jahre 2021-2025 startet: „Wir statten die Hochschulen mit so viel Geld aus wie noch nie, so verlässlich wie noch nie und mit so klaren Zielen für eine bessere Lehre und Forschung wie noch nie: 11,2 Milliarden Euro sind es über die Laufzeit des neuen Pakts“, erläutert Dorn. „Wir haben einen verlässlichen Sockel für die Finanzierung der Hochschulen gebildet, der noch dazu jedes Jahr um vier Prozent wächst. Alleine 2021 erhalten sie 72,2 Millionen Euro mehr. Der Zuwachs geht deutlich über Tarif- und Kostensteigerungen hinaus und gibt ihnen damit den Spielraum, die zugleich vereinbarten festen, verbindlichen Ziele zu erreichen, für eine bessere Lehre, für mehr Chancengleichheit, für eine bessere Betreuungsrelation, für gute Beschäftigungsverhältnisse und für mehr Nachhaltigkeit.“ Dazu gehören bis 2025 auch sukzessive 300 zusätzliche W-Stellen für Professorinnen und Professoren. An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) finanziert das Land den Aufbau eines wissenschaftlichen Mittelbaus, also von Personal für Forschung und Lehre unterhalb der Professur. Das stärkt die Forschungsfähigkeit der HAW und verbessert die Betreuung der Studierenden. Und zusätzlich hat Hessen mit seinen Hochschulen einen Digitalpakt mit einem Volumen von 112 Millionen Euro bis einschließlich 2024 geschlossen.

Zukunftsvertrag Studium und Lehre: Qualität stärken

Zukunftsvertrag Studium und Lehre: Damit es auch für die Herausforderungen von übermorgen gute Lösungen geben wird, sind gute Studienbedingungen essentiell. Im „Zukunftsvertrag Studium und Lehre“ stärkt das Land ihre Qualität gemeinsam mit dem Bund dauerhaft. Anders als der Bund setzt Hessen auch die von den Hochschulen geforderte Dynamisierung um und steigert den Beitrag jedes Jahr um vier Prozent. 2021 sind für diesen Bund-Länder-Vertrag insgesamt 167,6 Mio. Euro aus Landesmitteln vorgesehen.

LOEWE: 74 Millionen Euro im Jahr 2021

Forschungsförderung: LOEWE, das bundesweit einzigartige hessische Programm zur Förderung exzellenter Forschung, wächst von 59 Millionen 2020 auf 74 Millionen Euro 2021 an. Schon im Januar 2021 beginnt Hessen gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Aufbau eines Instituts für Translationale Medizin und Pharmakologie und stellt dafür über drei Jahre insgesamt 6 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses neuen Fraunhofer-Institut ist ein Zeichen dafür, dass die Forschungsförderung LOEWE wirkt, denn es geht aus einem über Jahre unterstützten LOEWE-Zentrum hervor. Genauso wie das „Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde“: Es soll die erfolgreiche Entwicklung Marburgs zu einem Ort der mikrobiologischen Spitzenforschung sichern, um die nächste Generation exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Max-Planck-Institut und die Uni Marburg zu gewinnen. Damit entsteht die erste Max-Planck-School in Hessen. 2021 stellt das Land hierfür erstmals 660.000 Euro zur Verfügung.

Theatergagen: Mehr in der Tasche

Gagengefüge: Um die oftmals problematische Einkommenssituation vieler Künstlerinnen und Künstler zu verbessern, hat Hessen bereits 2020 die Mindestgage an seinen Theatern angehoben. Der nächste, größere Schritt folgt nun: Für alle drei hessischen Staatstheater, das Stadttheater Gießen und das Landestheater Marburg wird das Gagengefüge so angepasst, dass auch Künstlerinnen und Künstler mehr in der Tasche haben, die oberhalb der Mindestgage liegen. Zum einen sollen die Theater damit konkurrenzfähig bleiben, zum anderen will das Land Vorbild sein im fairen Umgang mit Künstlerinnen und Künstlern. Es stellt ab 2021 jährlich mehr als 300.000 Euro für die Anhebung zur Verfügung; auch die Sitzstädte der Theater beteiligen sich.

Soziokultur: Mehr Geld über alle Genres hinweg

Soziokultur: Die hessischen Zentren der Soziokultur bieten ein Kulturprogramm über alle Genres hinweg, ermöglichen vielen Menschen die Teilhabe am kulturellen Leben, leisten Bildungsarbeit und fördern den Nachwuchs. Nach der Verdoppelung der Landesmittel in der vergangenen Wahlperiode haben wir die Förderung über die Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) 2020 um 500.000 Euro erhöht und stärken sie 2021 mit weiteren 200.000 Euro.

Filmförderung: Land erhöht Mittel

Filmförderung: Das Land erhöht auch2021 die Mittel für die Filmförderung: Vor allem für die Unterstützung des Nachwuchses und nachhaltiger Produktionen, etwa mit dem Gütesiegel „Grüner Drehpass“, steigen sie erneut um 200.000 Euro. Die Förderung der Filmfestivalszene wächst um 225.000 Euro.

Provenienzforschung: Fokus auf besonderer Verantwortung

Provenienzforschung und kulturelle Bildung: Das Land sieht sich aufgrund der deutschen Geschichte in besonderer Verantwortung dafür, wie Werke in der Zeit des NS-Regimes oder im kolonialen Kontext in hessische Museen gelangt sind. Die Mittel für die Zentrale Stelle für Provenienzforschung, die nach NS-Raubgut an den Landesmuseen sucht und nichtstaatliche Museen berät, die Landesmuseen selbst und der Hessische Museumsverband bekommen für die Aufarbeitung 225.000 Euro mehr, nachdem bereits 2020 zusätzliche 275.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Mittel für kulturelle Bildung und Vermittlung in Museen, die bereits 2020 um 350.000 Euro erhöht werden, werden 2021 um weitere 150.000 Euro erhöht.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 16 1012
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