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Wissenschaftsministerin Angela Dorn

HessenFonds half bisher 206 Geflüchteten bei Studium und wissenschaftlicher Karriere

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen
23.10.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Vernetzungstreffen im Ministerium zeigt erfolgreiche Geschichte des Landes-Stipendiums

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Angela Dorn hält eine Rede in der Schalterhalle vor Publikum
Wissenschaftsministerin Angela Dorn hieß die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Landesprogramms HessenFonds im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst willkommen.
© wissenschaft.hessen.de

Wiesbaden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat heute seine Türen für ein ganz besonderes Vernetzungs-Treffen geöffnet. Mehr als 100 geflüchtete Studierende, Promovierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen auf Einladung von Wissenschaftsministerin Angela Dorn zusammen, um sich auszutauschen. Sie alle sind Stipendiatinnen und Stipendiaten des HessenFonds: Mit diesem Stipendium unterstützt das Land Hessen hochbegabte und leistungsstarke Geflüchtete bei der Fortführung eines Studiums oder einer wissenschaftlichen Karriere an einer staatlichen hessischen Hochschule. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen waren dabei und ergänzten den Austausch mit Vorträgen und Gesprächsrunden.

Stipendiaten füllen Idee mit Leben

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg immer wieder Geflüchtete und Exilanten aufgenommen. Nicht nur aus Respekt gegenüber dem Grundgesetz, sondern auch aus der Verpflichtung gegenüber der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Vor diesem Hintergrund war es selbstverständlich, dass Hessen auch die geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen würde, die in jüngster Zeit zu uns gekommen sind. Die Landesregierung hat 2015 und 2016 die umfassenden Aktionspläne für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt und auf Anregung der Hochschulen 2016 auch den ,HessenFonds‘ aufgelegt. Es ist schön zu sehen, wie die Stipendiatinnen und Stipendiaten diese Idee mit Leben füllen. Möglich wird das auch dank der Unterstützung der Hochschulen mit ihrer Willkommenskultur und ihren Angeboten für internationale Studierende. Dafür danke ich allen Beteiligten herzlich.“

Unterstützung für Studierende und Forscher

Mit dem HessenFonds vergibt das Land Begabtenstipendien an hochqualifizierte Studierende (300 Euro im Monat), damit diese sich auf den Neuanfang an der Hochschule konzentrieren können. Promovierende werden mit 1.150 Euro im Monat unterstützt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können Forschungsstipendien erhalten (2.000 Euro im Monat), damit sie ihre Forschung weiterführen und Kontakte und Kooperationen mit den hessischen Hochschulen aufbauen können.

Bisher neun Ausschreibungsrunden

Bislang hat das Land Hessen in neun Ausschreibungsrunden insgesamt 206 Personen für eine Förderung ausgewählt, darunter sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, elf Promovierende sowie 188 Studierende. Die meisten davon – 182 Personen – kommen aus Syrien. Spitzenreiter unter den Hochschulen ist die Universität Kassel mit 46 HessenFonds-Stipendiatinnen und Stipendiaten, gefolgt von der Philipps-Universität Marburg (40) sowie der TU Darmstadt (23) und der Hochschule Darmstadt (27). Auch die Studienfächer sind breit gefächert – von Architektur über Biotechnologie, Informatik, Soziale Arbeit bis hin zur Zahnmedizin. Die nächste Ausschreibungsrunde beginnt im April 2020.

Menschen Zufluchtsort bieten

„Weltweit werden Menschen verfolgt – weil sie sich politisch engagieren, weil sie verbotene Kunst machen, weil sie in Richtungen forschen, die von Regimen untersagt werden“, ergänzte Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Es ist unsere Verantwortung, diesen Menschen einen Zufluchtsort zu bieten und es ihnen zu ermöglichen, ihre wichtige Arbeit fortzusetzen. Wir sind auf die Innovationskraft junger engagierter Forscherinnen und Forscher angewiesen – egal, woher sie kommen – und profitieren, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen und diese miteinander teilen.“

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Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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