Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Hessische Filmförderung wächst auf 11,5 Millionen Euro

Thema: 
Kunst und Kultur
07.02.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Neue Talentförderung trägt Früchte / HessenFilm und Medien GmbH als Institution für Filmförderung hervorragend etabliert

Szenenbild aus "Ostwind"

© Constantin Film Verleih GmbH / Samfilm GmbH

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute im Vorfeld der Berlinale gemeinsam mit dem Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Hans-Joachim Mendig, eine positive Bilanz der hessischen Filmförderung gezogen.

2017 war das bisher erfolgreichste Jahr

„Das Jahr 2017 war das bisher erfolgreichste Jahr der hessischen Filmförderung. Das mache ich an drei Dingen fest: Erstens gab es zusätzliche Fördermittel, sodass den Filmschaffenden 10 Millionen Euro zur Verfügung standen. Zweitens konnte sich die HessenFilm und Medien GmbH im vergangenen Jahr hervorragend etablieren. Und zuletzt ist es uns gelungen, die angekündigte intensivierte Nachwuchsförderung umzusetzen.“

Der Löwenanteil für die Fördermittel, fünf Millionen Euro, kamen aus dem Etat des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Hinzu kamen vier Millionen Euro in Form von Garantiemitteln aus dem Finanzministerium sowie 750.000 Euro vom Hessischen Rundfunk und seit Ende 2017 250.000 Euro vom ZDF.

HessenFilm und Medien GmbH hat sich etabliert

„Die HessenFilm und Medien GmbH hat sich nach der im Jahr 2016 noch erfolgten Orientierungsphase im Jahr 2017 erfolgreich etabliert. In Deutschland wird die HessenFilm und Medien nun als zentraler Ansprechpartner für alle Fragen der hessischen Filmförderung wahrgenommen. Wir haben stabile, zuverlässige und für die Filmbranche planbare Prozesse und Abläufe. Das ist vor allem ihrem Geschäftsführer Hans Joachim Mendig zu verdanken, der mit seiner Expertise und seinem Einsatz die HessenFilm und Medien GmbH zu diesem Erfolg geführt hat“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Die im Januar 2017 in Kraft getretenen neuen Richtlinien unterstützen vor allem den filmischen Nachwuchs. Drei junge hessische Produktionsfirmen aus Offenbach, Kassel und Frankfurt haben bereits von der Talentpaketförderung profitiert. Diese Art der Nachwuchsförderung ermöglicht Unternehmen in den nächsten Jahren gleich mehrere Projekte zu verwirklichen, um sich in der Filmbranche zu etablieren.

Unterstützung für kleine und mittlere Produktionen

„Dank der zusätzlichen Mittel können kleine und mittelgroße Produktionen – gemeint ist ein Herstellungsbudget bis 1,5 Millionen Euro – nun mit neuen Förderhöchstsummen rechnen: Bis zu 500.000 Euro können einem Projekt zur Verfügung gestellt werden, das ist eine neue Rekordsumme“, ergänzt Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Für die Zukunft hält Hessens Filmförderung gute Nachrichten bereit. Ab dem Jahr 2018 wird es weitere 1,5 Millionen Euro für die Filmförderung geben. Zusammen mit hr und ZDF werden die Filmfördermittel ab 2018 in Hessen von rund 10 Millionen Euro auf rund 11,5 Millionen Euro gesteigert. Von den zusätzlichen Mitteln sollen vor allem kleine Landkinos und Programmkinos Investitionen stemmen können, mit denen sie ihre Technik auf den neuesten Stand bringen. Auch die Festivalförderung, speziell ein Frauenfilmfestival, sowie die Medienförderung und das Filmerbe sollen profitieren.

Filme aus Hessen sind erfolgreich

Auch 2017 kamen die von Hessen geförderten Filme gut im In- und Ausland an. Aktuell in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2018 sind „Teheran Tabu" von Regisseur Ali Soozandeh, „Nur Gott kann mich richten“ mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ von Katja von Garnier, die Komödie „Vorwärts immer“ mit Jörg Schüttauf als Erich Honecker und der Dokumentarfilm „Eingeimpft“ von David Sieveking. Nachwuchsfilmer Jonatan Schwenk, Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, gewann mit dem Animationsfilm „Sog“ auf einem der wichtigsten internationalen Festivals für Animationsfilme in Annecy/Frankreich.

„Qualität ist ein wichtiges Kriterium für uns, um eine Förderzusage zu erteilen. Die im Jahr 2017 bereitgestellten Fördergelder haben sich gelohnt. Die von uns geförderten Filme sind nicht nur die beste Werbung für unser Land, sie machen sich auch bezahlt. Denn die Produzenten geben auch wieder wesentlich mehr als die erhaltene Filmförderung in Hessen aus. Das hilft der Wirtschaft und stärkt gleichzeitig den Filmstandort Hessen“, stellte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein fest.

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