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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Land Hessen fördert Bau des Deutschen Romantik-Museums mit 4 Millionen Euro

Thema: 
Kunst und Kultur
01.09.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Baustellenbesuch: Arbeiten in Frankfurt gehen gut voran

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein überreicht Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Goethe-Hauses, den Förderbescheid.
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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein überreicht Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Goethe-Hauses, den Förderbescheid.
© kunst.hessen.de

Wiesbaden/Frankfurt. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Baustelle des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt besucht und einen Förderbescheid über 4 Millionen Euro übergeben.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Arbeiten am Deutschen Romantik-Museum gehen sehr gut voran. Ich freue mich, dass wir am 11. September das Richtfest für diese bedeutende Einrichtung feiern können. Mit dem Deutschen Romantik-Museum bekommt diese wichtige Schlüsselepoche der deutschen und europäischen Geistesgeschichte einen Erinnerungsort – und mit der direkten Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum die Chance auf einen einzigartigen kulturellen Dialog zwischen Goethe und der Romantik. Daher unterstützen wir dieses Projekt tatkräftig.“

Rohbauarbeiten bald abgeschlossen

Im Dezember 2015 wurde das vorherige Gebäude am Hirschgraben abgerissen. Im November 2016 begannen die Rohbauarbeiten, die voraussichtlich im Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden. Als nächster Schritt gehen die Zimmermänner und Dachdecker an die Arbeit.

Der Neubau des Romantik-Museums wird als Bestandteil der Baumaßnahme „Goethehöfe“ durch die ABG Frankfurt Holding GmbH (ABG) als Bauherrin durchgeführt. Das Freie Deutsche Hochstift (FDH) wird das fertige Museumsgebäude für das Romantik-Museum als Eigentümerin von der ABG übernehmen.

Romantik erlebbar machen

Der Neubau bietet Platz für die Gemäldegalerie der Goethezeit und die Epoche der Romantik sowie Wechselausstellungen. Das Deutsche Romantik-Museum selbst erstreckt sich über das zweite und dritte Stockwerk. Dort soll die Romantik erlebbar gemacht werden: Geplant ist zum Beispiel eine interaktive Landkarte, die anschaulich zeigt, dass sich die Zentren der Strömung im Laufe der Zeit wandelten. Auch ein Studio mit Original-Handschriften verschiedener Künstler und ein Gemäldekabinett zur romantischen Malerei sollen den Besuchern die Epoche näherbringen.

„Grundlage für das Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur und die hochkarätige Sammlung bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Frankfurter Goethe-Hauses, zusammengetragen wurde. Im Deutschen Romantik-Museum können diese Sammlungen erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

"Bausteine der Romantik"

Das Deutsche Romantik-Museum stellt mit dem Brentanohaus und dem Osteinschen Park die wesentlichen „Bausteine der Romantik“ dar. Die Landesregierung rettete das Brentanohaus mit einem Investment von 1,2 Millionen Euro im Jahr 2014 vor dem Verfall und bewahrte damit das geistig-kulturelle Zentrum der deutschen Rheinromantik. Der Park des Grafen von Ostein im Niederwald gehört zu den frühesten Landschaftsparks in Deutschland. Um dieses wichtige Zeugnis der Gartenkunst am südlichen Eingang zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal wieder erlebbar zu machen, wendete das Land Hessen fünf Millionen Euro auf, unterstützt mit weiteren 2,5 Millionen Euro vom Bund.

Schätze für nachfolgende Generationen erhalten

„Wir haben uns entschieden, viel Geld in die Hand zu nehmen, um in einer großen Kraftanstrengung der Romantik in Hessen wieder den Stellenwert zukommen zu lassen, den sie verdient hat. Die Planungen, Sanierungen und Baumaßnahmen machen Fortschritte, was mich sehr freut. Das Ziel der Landesregierung ist es, unsere kulturellen Schätze für nachfolgende Generationen zu erhalten“, so Kunst- und  Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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