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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Land Hessen fördert Chemie-Neubauten am Campus Riedberg mit 53 Millionen Euro

Thema: 
Hochschulen, HEUREKA
23.05.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Gewinner des Architektenwettbewerbs vorgestellt

Jury-Mitglied Ferdinand Heide präsentiert Wissenschaftsminister Boris Rhein und GU-Präsidentin Birgitta Wolff die preisgekrönten Entwürfe.
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Jury-Mitglied Ferdinand Heide präsentiert Wissenschaftsminister Boris Rhein und GU-Präsidentin Birgitta Wolff die preisgekrönten Entwürfe.
© wissenschaft.hessen.de

Frankfurt. Die dringend notwendige Sanierung der Chemiegebäude am Campus Riedberg ist einen weiteren großen Schritt vorangekommen: Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute gemeinsam mit Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, die Preisträger eines Architektenwettbewerbs für den ersten Bauabschnitt eines Ersatzneubaus einschließlich Technikzentrale vorgestellt. Das Land Hessen investiert in die Neubauten insgesamt rund 53 Millionen Euro.

53 Millionen für Gebäude und Technikzentrale

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Chemie ist eine wichtige Wissenschaft für die weiteren Innovationen in Technik und Gesellschaft. Sie ist unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Zukunftsperspektive des Landes Hessen. Das zeigt sich auch in unserem Engagement für die Institutsgebäude am Campus Riedberg: Mit Hilfe unseres Hochschulbau-investitionsprogramms HEUREKA investieren wir in einem ersten Bauabschnitt zunächst rund 42 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 11 Millionen Euro für den ebenfalls erforderlichen Ersatz der Technikzentrale.“

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff: „Wir sind froh, dass unsere Chemie auf dem Campus Riedberg in absehbarer Zeit ein neues Zuhause erhält. Die Entwürfe, insbesondere die beiden Erstplatzierten, geben Anlass zur Vorfreude. Im Entstehungsprozess waren in ungewöhnlich starker Weise der Fachbereich und die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude eingebunden. Unser Dank gilt dem Land Hessen für die Unterstützung dieses für die weitere Entwicklung unseres naturwissenschaftlichen Campus unverzichtbaren Bauvorhabens!“

Zwei erste Preise

Im ersten Bauabschnitt sollen Flächen für die praktische Ausbildung im Fach Chemie entstehen. Darüber hinaus sollen flexibel nutzbare Forschungsflächen sowie studentische Aufenthaltsräume und Räume für die Fachschaft errichtet werden. Insgesamt 21 Beiträge wurden zu dieser Aufgabe für den Wettbewerb eingereicht. Darunter bestimmte die Jury fünf Preisträger:

Einen 1. Preis erhielt das Büro Gerber Architekten GmbH aus Dortmund. Der Entwurf überzeugte die Jury vor allem durch eine funktionale Grundrissgestaltung und einen wohlproportionierten Platz, der im Osten durch die Staffelung der beiden Baukörper des 1. und 2. Bauabschnitts und im Westen durch die Mensa und ihre vorgelagerte Terrasse entsteht.

Einen weiteren 1. Preis erreichte das Architekturbüro mtp Architekten GmbH aus Frankfurt am Main, das vor allem mit seiner städtebaulichen Lösung überzeugte. Die Verfasser schlagen drei unterschiedlich geformte Baukörper als Bauabschnitte vor, die Campus und Stadtteil miteinander in Verbindung bringen.

Dritter bis fünfter Preis und Anerkennung

Den 3 Preis errang doranth post Architekten GmbH aus München für die Idee, eine zusammenhängende Clusterstruktur aus Institutsbauten mit Innenhöfen und Verbindungsbauten zu entwickeln.

Der 4. Preis ging an Nickl & Partner Architekten AG aus München. Hier merkte die Jury an, dass die lockere Setzung von drei Institutsbaukörpern an der Südkante eine Teilhabe des gesamten Campus an dem phänomenalen Blick auf die Stadtsilhouette erlaubt.

Ein 5. Preis wurde vergeben an KSP Jürgen Engel Architekten GmbH aus Frankfurt am Main. Der dreigeschossige Neubau besetzt das Baufeld im Osten und bildet eine spannungsreiche Enge zur alten Chemie und zur Treppe der Mensa.

Eine Anerkennung erhielt das Architekturbüro HWP Planungsgesellschaft aus Stuttgart.

Welcher der Preisträger mit der weiteren Planung beauftragt wird, wird im Rahmen eines anschließenden Verhandlungsverfahrens ermittelt.

Campus Riedberg führt Naturwissenschaften zusammen

Auf dem Campus Riedberg werden die naturwissenschaftlichen Disziplinen der Goethe-Universität zusammengeführt. Heute sind hier neben der Chemie, der Biochemie und der Pharmazie die Physik, die Geowissenschaften und die Biowissenschaften angesiedelt, ergänzt um bedeutende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Biophysik und das Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Außerdem finden sich auf dem Campus wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Mensen, Bibliotheken, Wohnheime und Kinderbetreuungseinrichtungen.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Wettbewerbs ist nun ein wichtiger Schritt der baulichen Entwicklung der Goethe-Universität am Campus Riedberg bewältigt. Ich wünsche allen Beteiligten einen zügigen Verlauf der weiteren Planungen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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