Land Hessen fördert LOEWE-Zentrum für Arzneistoffe mit 41 Millionen Euro | Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Startseite Presse Pressemitteilungen Land Hessen fördert LOEWE-Zentrum für Arzneistoffe mit 41 Millionen Euro
Wissenschaftsminister Boris Rhein

Land Hessen fördert LOEWE-Zentrum für Arzneistoffe mit 41 Millionen Euro

Thema: 
Wissenschaft, LOEWE
08.05.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Besuch zum Abschluss der Zukunftswochen / 22 Millionen Euro für Neubau

Förderbescheide für die Weiterfinanzierung des LOEWE-Zentrums überreicht
Bild 1 von 4
Das Land Hessen fördert das LOEWE-Zentrum für Arzneistoffe mit 41 Millionen Euro.
© Goethe-Universität Frankfurt: House of Pharma & Healthcare

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute Förderbescheide für die Weiterfinanzierung des LOEWE-Zentrums „Translationale Medizin und Pharmakologie TMP“ in Frankfurt überreicht. Das TMP erhält rund 19,4 Millionen Euro für die zweite Förderperiode 2018 bis 2020 aus dem Forschungsförderprogramm LOEWE. Außerdem stellt das Land Hessen insgesamt 22 Millionen Euro LOEWE-Mittel für einen Fraunhofer-Forschungsbau und die Herrichtung des Geländes auf dem Campus Niederrad bereit.

Besuch ist Teil der Zukunftswochen

Der Besuch der Forschungsstätte ist Teil der Zukunftswochen der Hessischen Landesregierung: Alle Regierungsmitglieder haben in den vergangenen Monaten Einrichtungen, Projekte und Institutionen besuchen, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes stehen. Die aktuellen und letzten Zukunftswochen stehen unter dem Motto „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich über die Entscheidung der LOEWE-Gremien, das TMP-Zentrum weiter zu unterstützen. Die Forscherinnen und Forscher des TMP leisten hochrelevante Forschung. Die Forschung zu Multiple Sklerose, Schmerz, Sepsis und Autoimmunerkrankungen unterstreicht zudem das Abschlussmotto unserer Zukunftswochen: Forschung bedeutet auch einen hohen Dienst an der Gesellschaft, den wir tatkräftig unterstützen.“

Entwicklungskosten von Arzneimitteln senken

Ziel des LOEWE-Zentrums „Translationale Medizin und Pharmakologie TMP“ ist, zusammen mit der Industrie vorhersagende Modelle zu entwickeln, um möglichst früh Aussagen über die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneistoffen treffen zu können. So sollen die Erfolgsraten der klinischen Entwicklung gesteigert werden. Die Fraunhofer-Projektgruppe „TMP“, die in Kooperation zwischen dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Aachen, dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Goethe-Universität Frankfurt aufgebaut wird, soll die Bemühungen von Wirtschaft und Wissenschaft zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Arzneimittelforschung in Deutschland koordinieren. Dadurch sollen die Entwicklungskosten von Arzneimitteln unter marktwirtschaftlichen Kriterien gesenkt werden.

Erfolgreiche Entwicklung

Seit der Gründung des TMP im Jahr 2012 wurden 47 Dissertationen abgeschlossen, 17 Patente angemeldet und 516 Publikationen veröffentlicht. In diesem Jahr soll das aus der Fraunhofer-Projektgruppe TMP heraus entwickelte Start-up aidCURE ausgegründet werden. Projektziel ist die Entwicklung einer personalisierten Immuntherapie zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis.

„Der geplante Fraunhofer-Neubau auf dem Campus Niederrad ist ein wichtiger Schritt für das LOEWE-Zentrum TMP auf seinem Weg zu einem eigenständigen Fraunhofer-Institut am Standort Frankfurt, von dem sowohl Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen als auch Unternehmen in Hessen profitieren werden“, ergänzte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

68 Millionen Euro LOEWE-Budget

Insgesamt hat das Land Hessen von 2008 bis 2017 rund 729 Millionen Euro für das themenoffene LOEWE-Programm und damit für die Förderung herausragender Forschungsvorhaben bereitgestellt. In diesem Jahr beträgt das LOEWE-Budget rund 68 Millionen Euro.

„Für einen funktionierenden gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht es engagierte Bürgerinnen und Bürger, die für die Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Mit ihrer anwendungsbezogenen biomedizinischen Forschung stellen sich die Forscherinnen und Forscher unserer LOEWE-Projekte dieser Verantwortung“ so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Christoph Schlein
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
Schließen