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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Land Hessen fördert Neubau auf dem Campus Riedberg mit rund 30 Millionen Euro

Thema: 
Wissenschaft, Hochschulen
14.12.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Sieger-Entwürfe für den Fachbereich Informatik und Mathematik der Goethe-Universität Frankfurt vorgestellt

Vorstellung der Sieger-Entwürfe
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Wissenschaftsminister Boris Rhein (rechts) stellte den Sieger-Entwurf mit Architekt Jörn Scholz, Goethe-Uni-Präsidentin Prof Birgitta Wolff, Nicole Kerstin Berganski vom Preisgerichts und LBIH-Direktor Thomas Platte vor.
© wissenschaft.hessen.de

Frankfurt. Der Campus Riedberg wächst weiter. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute gemeinsam mit Prof. Birgitta Wolff, der Präsidentin der Goethe-Universität, die Preisträger eines Architektenwettbewerbs für einen Neubau vorgestellt, in dem zukünftig der Fachbereich Informatik und Mathematik untergebracht werden soll. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 52,4 Millionen Euro finanziert das Land Hessen rund 30,7 Millionen Euro und die Goethe-Universität rund 21,7 Millionen Euro. Der Fachbereich Informatik und Mathematik ist eine der letzten Einrichtungen, die derzeit noch auf dem Campus Bockenheim zu finden ist.

Grundlegende Bausteine für die Digitalisierung

„Informatik und Mathematik sind grundlegende Bausteine für die Digitalisierung und die weitere Entwicklung unseres Landes“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Sie sind Jobmotor und unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Zukunftsperspektive des Landes Hessen. Zukunftsweisende Forschung braucht zeitgemäße Infrastruktur. Deswegen freue ich mich, dass wir mit dem Sieger-Entwurf einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Campus Riedberg präsentieren können.“

Der Neubau mit einer Nutzfläche im Umfang von rund 7.700 Quadratmetern wird moderne Institutsflächen, Lehrräume und Lernzentren, Flächen für die Verwaltung sowie studentische Räume und zentrale Serverräume des Fachbereichs und des Hochschulrechenzentrums bereitstellen.

Städtebaulich überzeugend integriert

Erster Preisträger und damit Sieger des Architektenwettbewerbs aus 19 Wettbewerbsbeiträgen ist das Büro Auer Weber Assoziierte GmbH Architekten BDA aus Stuttgart. Die Architektinnen und Architekten schlagen zwei mehrstöckige, leicht gegeneinander verschobene Gebäude entlang der Riedbergallee vor. Die Jury lobte, dass der Entwurf sich in die Campusbebauung mit den angrenzenden Gebäuden des Max-Planck-Instituts und des Otto-Stern-Zentrums städtebaulich überzeugend integriert und diese dadurch nicht mehr isoliert wirken lässt. Zudem biete das Erdgeschoss mit gespiegelten Foyers und vielen Gängen zahlreiche großzügige Aufenthaltsbereiche.

Zwei dritte Preise vergeben

Darüber hinaus wurden zwei dritte Preise vergeben. Ein dritter Preis geht an das Architekturbüro Bez + Kock Architekten aus Stuttgart. Die Jury fand die horizontale Organisation und Zirkulation auf den Geschossen sowie die Adressbildung der Institute gut gelungen. Ein weiterer dritter Preis geht an das Architekturbüro ATELIER 30 Architekten aus Kassel. Positiv hat das Preisgericht den Haupteingang beurteilt, der richtigerweise im Westen an der Nord-Süd-Erschließung des Campusareals sitzt. Im Zusammenspiel mit einer vorgeschlagenen zukünftigen Bebauung definiert er einen angemessenen und wohlproportionierten Vorplatz.

Je eine Anerkennung ging schließlich an das Architekturbüro Hascher Jehle Design aus Berlin und an SCHENKER SALVI WEBER ARCHITEKTEN aus Wien.

MINT-Fächer werden immer beliebter

Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, sagte: „Die MINT-Fächer werden an der Goethe-Universität immer beliebter. Binnen sechs Jahren gab es in Mathematik und Informatik einen Studierendenaufwuchs von deutlich über 50 Prozent. Der Neubau kommt daher zur richtigen Zeit. Wir danken dem Land für die unermüdliche Unterstützung; die Goethe-Universität schultert bei diesem Vorhaben jedoch auch einen Eigenanteil von über 20 Millionen Euro.“

Naturwissenschaft auf dem Campus Riedberg

Auf dem Campus Riedberg werden die naturwissenschaftlichen Disziplinen der Goethe-Universität zusammengeführt. Heute sind hier neben der Chemie, der Biochemie und der Pharmazie die Physik, die Geowissenschaften und die Biowissenschaften angesiedelt, ergänzt um bedeutende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Biophysik und das Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Außerdem finden sich auf dem Campus wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Mensen, Bibliotheken, Wohnheime und Kinderbetreuungseinrichtungen.

Ausstellung bis 11. Januar

„Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Wettbewerbs ist nun ein weiterer wichtiger Schritt der Standortneuordnung der Goethe-Universität bewältigt. Ich wünsche allen Beteiligten einen zügigen Verlauf der weiteren Planungen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Die öffentliche Ausstellung aller eingereichten Wettbewerbsbeiträge kann von Montag, 17. Dezember 2018, bis Freitag, 11. Januar 2019, wochentags von 8 bis 18 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes auf dem Campus Westend besichtigt werden.

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