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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Land Hessen fördert Neubau für Forschung zu Rohstoffressourcen mit 15 Millionen Euro

Thema: 
Wissenschaft
14.06.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Spatenstich für Fraunhofer-Projektgruppe in Hanau

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Wissenschaftsminister Boris Rhein beim Spatenstich
Wissenschaftsminister Boris Rhein gab mit dem Spatenstich das Startsignal für die Bauarbeiten.
© K. Selsam-Geißler, Fraunhofer ISC

Wiesbaden/Hanau. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute mit einem Spatenstich das Startsignal für den Neubau der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Hanau gegeben. Voraussichtlich ab Sommer 2019 wird hier auf rund 2.500 Quadratmetern zu den Kernfragen der Ressourcenproblematik geforscht. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert den Neubau mit 15 Millionen Euro.

Umgang mit Rohstoffressourcen ist Schlüsselkompetenz

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ein effizienter Umgang mit Rohstoffressourcen ist eine Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften. Wer dies frühzeitig erkennt, wird nicht nur helfen, Umweltbelastungen zu vermeiden, sondern auch seine Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten stärken und dadurch Beschäftigung sichern. Die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS widmet sich diesen drängenden Fragen zukünftiger Ressourcensicherung. Und wir unterstützen sie dabei: Das Land Hessen stellt 15 Millionen Euro für den Neubau zur Verfügung, ergänzt durch Bundesmittel in Höhe von 13,5 Millionen Euro.“

Die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Hanau gibt es seit 2011. Im bayerischen Alzenau befindet sich ein weiterer Standort. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen und entwickeln neue Recyclingtechnologien und Ersatz für knappe Roh- und Werkstoffe. Zum Beispiel arbeiten sie an Möglichkeiten, funktionelle Elemente aus Solarzellen, Batterien und mobilen Endgeräten rückzugewinnen und aufzuarbeiten, um so Wertstoffkreisläufe zu schließen. Auch die Entwicklung eines Ersatzes von Seltenerdmetallen in Hochleistungsmagneten, wie sie in Turbinen für die Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern benötigt werden, steht auf der Forschungsagenda.

Eigenständige Fraunhofer-Einrichtung geplant

Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS befindet sich planmäßig im Aufbau und wurden im Jahr 2014 positiv zwischenevaluiert. Eine Endevaluierung ist im Herbst 2017 vorgesehen. Danach soll das Fraunhofer IWKS als eigenständige Fraunhofer-Einrichtung wirtschaftlich erfolgreich arbeiten.

„Die hessische Landesregierung hat die Einrichtung der Projektgruppe IWKS von Beginn an nachhaltig unterstützt und eine Anschubfinanzierung in Höhe von insgesamt 24 Millionen Euro bereitgestellt. Und der Erfolg gibt uns Recht: Nicht nur in Hessen sind die Fraunhofer-Experten inzwischen gefragte Ansprechpartner in Sachen Ressourceneffizienz und Werkstoffsubstitution. Auch auf nationaler und europäischer Ebene gehen wichtige Impulse vom Fraunhofer-Standort in Hanau aus. Das macht uns stolz und bestätigt unsere Investition in den Wissenschaftsstandort Hessen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend. 

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