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Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Land Hessen fördert Sanierung von Jagdschloss Kranichstein mit 300.000 Euro

Thema: 
Kunst und Kultur
18.05.2020Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Im dritten Bauabschnitt sind Parforcemauern, Rondell und Fenster dran

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Jagdschloss Kranichstein von oben
Das Jagdschloss liegt idyllisch im Kranichsteiner Wald.
© Jagdschloss Kranichstein

Darmstadt. Das Land Hessen setzt sein Engagement für das Jagdschloss Kranichstein fort: Auch in diesem Jahr fördert es die Erhaltung des barocken Jagdhofs im Darmstädter Norden mit 300.000 Euro. In den vergangenen beiden Jahren flossen bereits insgesamt 600.000 Euro Landesmittel in den Erhalt des Schlosses. So konnten die Heizungsanlage, der Backhausteich mit seinem historischen Anleger, Teile der historischen Parkmauern und das Wegenetz im Park saniert werden. Im dritten Bauabschnitt steht nun die Renovierung der Parforcemauern, des barocken Rondells und der Fenster auf dem Bauplan.

Ambitioniertes Projekt

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Auch das Jagdschloss Kranichstein hatte mit der pandemiebedingten Schließung zu kämpfen – und für die Menschen in der Umgebung war es schade, die schönen Frühlingstage nicht in dieser herrlichen Anlage verbringen zu können. Umso mehr freue ich mich, dass nun der Museumsbetrieb wiederaufgenommen werden kann und auch die Bauarbeiten mit unserer Unterstützung einen neuen Abschnitt beginnen können. Die Sanierung des Jagdschlosses ist ein ambitioniertes Projekt, das wir als Land Hessen gern fördern. So können die Besucherinnen und Besucher auch in Zukunft das höfische Leben im Jagdschloss und die biologische Vielfalt im historischen Schlosspark erleben und das Museum im Jagdschloss sowie das Bioversum im ehemaligen Zeughaus erkunden.“

Parforcehof war Zentrum des Jagdschlosses

Der Parforcehof war ursprünglich das Zentrum und der Haupteingangsbereich des Jagdschlosses. Bis ins 19. Jahrhundert diente er als Wirtschaftshof des Hofgutes Kranichstein und versorgte den Darmstädter Hof mit Lebensmitteln und Grundmaterialien. Erst im 19. Jahrhundert, als die Großherzöge das Jagdschloss als Sommersitz nutzten, wurde er umgestaltet und bekam sein heutiges Gesicht mit den parallel verlaufenden Kastanienreihen und der in der Mitte liegenden Rasenfläche. Auch heute noch spielen die umfassenden Mauern eine wichtige Rolle für das Gesamtbild das Jagdschloss und müssen dringend saniert werden.

Gebaut um 1580

Das historische Rondell, ein ehemaliges „Jagdtheatrum“, ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden und muss nun vor dem Verlust der Originalsubstanz bewahrt werden. Dies betrifft auch die Fenster im Jagdschloss, von denen viele noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, als das Jagdschloss der Großherzoglichen Familie für mehrere Jahre als Wohnsitz diente.

Gebaut wurde das Jagdschloss Kranichstein um 1580 von Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt. Im 18. Jahrhundert machte es Landgraf Ludwig VIII. zum Mittelpunkt seiner höfischen Jagden – von diesen Zeiten zeugen die prunkvollen Salons, die mit Jagdgemälden, Tapisserien sowie Möbeln im Barock- und Rokoko-Stil geschmückt sind.

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