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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Land Hessen unterstützt Bau und Betrieb des documenta-Instituts in Kassel

Thema: 
Kunst und Kultur
24.10.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Sechs Millionen für Neubau / weitere Mittel zugesagt

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Minister Rhein im documenta-Archiv
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (3.v.l.) schaut sich im documenta-Archiv gemeinsam mit documenta-Geschäftsführer Wolfgang Orthmayr, Kassels OB Christian Geselle, Kulturdezernentin Susanne Völker und Prof. Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Uni Kassel (v.l.) Forschungsstücke an.
© kunst.hessen.de

Kassel. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute offiziell die Unterstützung des Landes Hessen beim Aufbau des documenta-Instituts angekündigt. Gemeinsam mit dem Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle und der Kulturdezernentin Susanne Völker stellte er die Pläne für das Institut vor. Das Land Hessen fördert den Bau des Instituts mit sechs Millionen Euro und wird langfristig Mittel für Betrieb und Ausstattung des documenta-Instituts bereitstellen.

Ununterbrochene Begeisterung für zeitgenössische Kunst

„Die Idee das documenta-Archiv zu einem außeruniversitären Forschungsinstitut von Weltrang zu entwickeln, ist mir ein besonderes Anliegen“, betonte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. „Das große Besucherinteresse an der documenta 14 hat die ungebrochene Begeisterung für zeitgenössische Kunst gezeigt. Damit diese auch in den Jahren zwischen den Ausstellungen erhalten bleibt, wollen wir die Idee der documenta und die damit verbundene Arbeit an den Fragen, die sie aufwirft, in Kassel weiter verstetigen. Ich bin daher froh, dass das Land Hessen den Bau und Betrieb des documenta-Instituts tatkräftig unterstützen kann.“

Entwicklung aus dem Archiv heraus

Das documenta-Institut soll aus dem bestehenden documenta-Archiv heraus entwickelt werden, an dem sich das Land Hessen bereits seit 2016 mit 500.000 Euro jährlich beteiligt. Im documenta-Archiv sammeln und archivieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Unterlagen, die während den documenta-Ausstellungen entstanden sind. Hinzu kommt ein Bibliotheksbestand, den die künstlerischen Leiter erworben haben, sowie Dokumente, Gegenstände und Objekte, die im Zusammenhang mit der documenta stehen. Sie sind bisher nur in geringem Umfang Gegenstand der Forschung geworden.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Mit dem documenta-Institut planen das Land Hessen, die Stadt Kassel und Universität Kassel mit ihrer Kunsthochschule sowie die documenta gGmbH eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Das Institut soll sich künftig wissenschaftlich und interdisziplinär mit der documenta, ihrer Bedeutung und ihrer Ausstrahlung im Kontext einer globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur auseinandersetzen. Der Instituts-Bau soll auf dem derzeitigen Parkplatz am Holländischen Platz in der Henschelstraße entstehen.

Engagement fortsetzen

„Mit der Unterstützung beim Aufbau des documenta-Instituts setzen wir unser Engagement für die documenta fort. Mit Hilfe des Landes Hessen konnte die Universität Kassel eine Stiftungsprofessur einrichten, die seit Anfang 2017 mit Frau Prof. Sternfeld besetzt ist. In diesem Jahr stellen wir weitere Mittel zur Verfügung, damit die Universität Kassel drei zusätzliche Professuren einrichten kann, die sich in das geplante documenta-Institut einbringen und die Forschung zur bedeutendsten Schau zeitgenössischer Kunst durch unterschiedliche wissenschaftliche Blickwinkel erweitern. Das Land Hessen fördert die Professuren 2018 in einer Aufbauphase mit 180.000 Euro und ab 2019 mit 360.000 Euro“ so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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