„March for Science“ zeigt Einsatz für Freiheit der Forschung | Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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Wissenschaftsminister Boris Rhein

„March for Science“ zeigt Einsatz für Freiheit der Forschung

Thema: 
Wissenschaft
13.04.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein spricht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „March for Science“ seine Unterstützung aus. Am morgigen Samstag gehen wieder Tausende Menschen in ganz Deutschland auf die Straße, um für die Freiheit der Wissenschaft weltweit zu demonstrieren. In Hessen sind Kundgebungen und Diskussionsrunden in Frankfurt, Darmstadt und Kassel geplant.

"Freiheit der Forschung ist grundlegend für Demokratie"

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Wissenschaft ist längst nicht mehr nur das, was in Laboren geschieht. Wissenschaft hat die Menschen erreicht: Die Digitalisierung etwa bestimmt einen großen Teil unseres Alltags. Die großen Teilnehmerzahlen beim ,March for Science‘ zeigen, dass sehr vielen Menschen die herausragende Bedeutung der Forschung für unser Leben bewusst ist. Die Freiheit der Forschung ist zudem grundlegendes Element unserer Demokratie. Gleichzeitig gibt es Bewegungen, die sich gegen die Wissenschaft richten, gegen den Erkenntnisfortschritt. Dieser gefährlichen Entwicklung wollen wir entgegentreten. Ich hoffe auf eine große Beteiligung am ,March for Science‘ und danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Einsatz.“

Hochschulen beteiligen sich mit Veranstaltungen

Im vergangenen Jahr gingen weltweit rund 1,3 Millionen Menschen für die Freiheit der Wissenschaft auf die Straße. In ganz Deutschland fanden in 22 Städten Demonstrationen mit insgesamt über 37.000 Teilnehmern statt. Für 2018 sind unter anderem Demonstrationen in Frankfurt am Main und Kassel geplant. Die TU Darmstadt organisiert eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wer treibt hier wen? – Digitalität in Wissenschaft und Gesellschaft”. Vertreterinnen und Vertreter hessischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen diskutieren zudem am Samstag in Frankfurt die deutsche Wissenschaftslandschaft.

Landesregierung sorgt für gute Bedingungen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Natürlich müssen auch gute Bedingungen für die Wissenschaft geschaffen werden. Die Hessische Landesregierung hat gemeinsam mit den Hessischen Hochschulen den Hochschulpakt für die Jahre 2016 bis 2020 unterzeichnet und damit finanzielle Planungssicherheit für die Hochschulen bis ins Jahr 2020 geschaffen. Der Hochschulpakt ist ein Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Hessen und garantiert den Hochschulen des Landes Hessen über seine Laufzeit von fünf Jahren eine finanzielle Ausstattung von neun Milliarden Euro. Das ist die größte Summe, über die die Hochschulen in Hessen jemals verfügen konnten. Mit unserem bundesweit einmaligen Forschungsförderprogramm LOEWE investieren wir darüber hinaus in exzellente Forschung. Von 2008 bis 2017 haben wir rund 729 Millionen Euro für LOEWE und damit für die Förderung herausragender wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2018 beträgt das LOEWE-Budget insgesamt rund 68 Millionen Euro.“

Zur Geschichte des "March for Science"

Auslöser für den ersten „March for Science“ waren wissenschaftsfeindliche Äußerungen und Maßnahmen der Regierung Trump in den USA. Er hatte unter anderem die globale Erwärmung als Schwindel bezeichnet und starke Kürzungen für Forschungseinrichtungen angekündigt. International wird der „March for Science“ von zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen und bekannten Personen unterstützt. Organisator des „March for Science“ in Deutschland ist der Verein March for Science e.V.

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Pressesprecher: 
Herr Christoph Schlein
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