Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Mehr Nachhaltigkeit im Kino-Alltag

Thema: 
Kunst und Kultur
05.08.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Fünf Lichtspielhäuser als Referenzkinos für Beratung ausgewählt

Wiesbaden. Hessen vertieft seinen Einsatz für Nachhaltigkeit im Kino: Der seit 2016 vergebene Preis für Nachhaltiges Kino wird um individuelle Beratung für fünf ausgewählte Kinos ergänzt. Als Referenz-Kinos wurden ausgewählt: die „Lumos Lichtspiel und Lounge“ in Nidda, das „Capitol Kino“ in Witzenhausen, das „Mal Seh'n Kino“ in Frankfurt, das Kino „Traumstern“ in Lich und das Kommunale Kino Weiterstadt. Sie beschäftigen sich nun intensiv mit Nachhaltigkeit und werden dabei vom Film- und Kinobüro Hessen und der Lust auf besser leben gGmbH unterstützt.

Große Resonanz auf Nachhaltigkeits-Preis

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Der Preis für Nachhaltiges Kino ist auf eine große Resonanz gestoßen. Eine Rückmeldung war, dass Kinobetreiberinnen und -betreiber gern mehr auf ressourcenschonenden Betrieb, innovative Verkehrskonzepte und andere Aspekte der Nachhaltigkeit achten würden, es ihnen in der oft angespannten wirtschaftlichen und personellen Situation aber an Zeit dafür fehlt. Dieses Feedback haben wir aufgegriffen und wollen die Referenzkinos mit individueller Beratung dabei unterstützen, ihrem Bewusstsein für ökologische und soziale Themen wirkungsvolle Taten folgen zu lassen. Damit sollen sie auch anderen Kinos neue Möglichkeiten aufzeigen und zur Nachahmung anregen.“

Tolle Mischhung bei Referenzkinos

Erwin Heberling, Leiter des Film- und Kinobüros Hessen, erklärt: „Wir haben bei der Auswahl der Referenzkinos eine tolle Mischung gewinnen können: Land und Stadt, privatwirtschaftlich, genossenschaftlich und kommunal geführt, Kinos mit unterschiedlichen Programmprofilen. Somit können die Erkenntnisse der fünf Referenzkinos in die gesamte Kinolandschaft wirken. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß: Von leicht umzusetzenden Maßnahmen wie der Umstellung auf Ökostrom über Kooperationen mit Nahverkehrsbetrieben zur nachhaltigen Anreise der Kinogäste bis hin zu Investitionen in energieeffiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen.“

Offen für Neues

Dr. Alexandra von Winning von Lust auf besser leben freut sich auf die Arbeit: „Es macht Spaß mit Betrieben zusammenzuarbeiten, die offen für Neues sind. Klar müssen dabei immer die individuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Ein kleines Kino in einem denkmalgeschützten Gebäude hat größere Herausforderungen in Sachen Klimaneutralität als ein neu gebautes Kino. Wir arbeiten gemeinsam aus, wie jedes Kino Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen kann.“

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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