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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Neuer LOEWE-Schwerpunkt forscht zur Mobilität in der Zukunft

Thema: 
Hochschulen, LOEWE
02.03.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Land Hessen investiert bis 2021 rund 3,5 Millionen Euro

Wiesbaden/Offenbach. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute den neuen LOEWE-Schwerpunkt „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“ vorgestellt und einen Förderbescheid überreicht. Unter der Federführung der Hochschule für Gestaltung Offenbach beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher dort mit der Mobilität in Städten der Zukunft. Es ist das erste Mal, dass eine Kunsthochschule ein Projekt des Forschungsförderprogramms LOEWE leitet. Das Land Hessen fördert den Schwerpunkt bis zum Jahresende 2021 mit rund 3,5 Millionen Euro.

Mobilität ist Zukunftsthema

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich über diesen Meilenstein in der LOEWE-Geschichte und noch mehr darüber, dass die Hochschule für Gestaltung die Federführung für dieses wegweisende LOEWE-Projekt übernommen hat. Mobilität und die Frage, wie wir uns künftig fortbewegen, ist ein Zukunftsthema. Der neue LOEWE-Schwerpunkt bezieht erstmals das Design in diese Fragestellung ein. Für die weitere Entwicklung des gesamten Forschungs- und Gestaltungsfeldes Mobilität ist das geplante Vorhaben damit von zentraler Bedeutung.“

Vier Hochschulen sind beteiligt

Der LOEWE-Schwerpunkt „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“ ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt. Auch das House of Logistics und Mobility, der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) beteiligen sich.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen Lösungsansätze entwickeln, die Menschen dazu bringen sollen, unterschiedliche Verkehrsmittel zu nutzen und sich so umweltfreundlich fortzubewegen. Dabei spielt das Smartphone eine große Rolle: Mit ihm kann man sich digital vernetzen und sowohl Bus und Bahn als auch individuelle Angebote wie Carsharing koordinieren. Das Design kommt bei der Frage ins Spiel, wie die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzer bei der Gestaltung neuer Mobilitätsangebote einbezogen werden und wie zum Beispiel Apps dafür aussehen können. Design wird angesichts von Digitalisierung, Individualisierung und Flexibilisierung der Nachfrage im Verkehr immer wichtiger.

Förderbescheid und Urkunden übergeben

Bei seinem Besuch überreichte Wissenschaftsminister Boris Rhein den Förderbescheid über rund 3,5 Millionen Euro an Prof. Bernd Kracke, den Präsidenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Zudem übergab der Minister LOEWE-Urkunden an vier Wissenschaftler der am LOEWE-Schwerpunkt beteiligten Hochschulen.

„Dieser interdisziplinäre Schwerpunkt zeigt erneut in eindrucksvoller Weise, wie das LOEWE-Programm zum Aufbau profilbildender zukunftsweisender Forschungsbereiche beiträgt; er bündelt das wissenschaftliche Know-how im Bereich ,Infrastruktur – Design – Gesellschaft‘ und führt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Disziplinen Design, Architektur, Verkehrsplanung, Elektrotechnik, Informationstechnik und Humangeographie aus vier Hochschulen unterschiedlichen Typs zusammen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Was ist LOEWE?

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit diesem themenoffenen Forschungsförderprogramm hat die Landesregierung von 2008 bis 2017 rund 729 Millionen Euro für die Unterstützung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2018 beläuft sich das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 68 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Weitere Informationen gibt es auf www.loewe.hessen.de.

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