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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Neues Forschungsgebäude für Senckenberg eingeweiht

Thema: 
Wissenschaft
09.06.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Land Hessen fördert Sanierung und Umbau mit insgesamt 71 Millionen Euro

Wissenschaftsminister Boris Rhein (Mitte) gratuliert zur Einweihung des Forschungsbaus.
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Wissenschaftsminister Boris Rhein (Mitte) gratuliert zur Einweihung des Forschungsbaus.
© Senckenberg

Frankfurt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute das neue Senckenberg-Forschungsgebäude eingeweiht. Das ehemals als „Alte Physik“ bekannte Haus wurde saniert, erweitert und heißt ab sofort „Arthur-von-Weinberg-Haus“. Das Land Hessen hat die gesamten Bauarbeiten mit 71 Millionen Euro unterstützt. Gleichzeitig erhielt das Gebäude des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) den neuen Namen „Maria-Sibylla-Merian-Haus“.

Neue Möglichkeiten für Naturforschung

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit dem Arthur-von-Weinberg-Haus erhält Senckenberg eine funktionelle Infrastruktur an seinem Gründungsort Frankfurt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen nun neue Möglichkeiten offen, Naturforschung zu betreiben und die Sammlung auf höchstem Standard zu pflegen und zu erhalten. Für die gesamte Sanierung und den Umbau stellen Bund und Land insgesamt 116,8 Millionen Euro zur Verfügung, davon investiert Hessen 71 Millionen Euro. So schaffen wir für Senckenberg beste Voraussetzungen, um auch künftig seiner herausragenden Rolle für den Wissenschaftsstandort Frankfurt, Hessen, Deutschland und sogar weltweit gerecht zu werden.“

Platz für 22 Millionen Sammlungsobjekte

Das sanierte Gebäude in der Robert-Mayer-Straße beherbergte früher die Physikalische Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt. Nun bietet es Platz für Labore und die über 22 Millionen naturwissenschaftlichen Sammlungsobjekte. Die zum Teil einzigartigen Stücke werden künftig unter optimalen Bedingungen untergebracht. So schützen etwa konstant niedrige Raumtemperaturen und Schleusenvorrichtungen die Sammlungen vor Schädlingsbefall. Mit der Umbenennung in „Arthur-von-Weinberg-Haus“ würdigt Senckenberg einen berühmten Frankfurter Industriellen, Wissenschaftler und Mäzen. 1930 ernannte ihn Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zum Ehrenpräsidenten. Weinberg wurde wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt und starb im Konzentrationslager.

Neue Name für Klimaforschungs-Institut

Namensgeberin für das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) in der Georg-Voigt-Straße war die Frankfurter Naturforscherin Maria Sybilla Merian, die sich mit ihren herausragenden naturkundlichen Zeichnungen und Beobachtungen einen Namen machte. Die Forscherinnen und Forscher des Instituts untersuchen die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Artenvielfalt.

„Beide Namen stehen für Menschen, die Herausragendes für die Wissenschaft geleistet haben. Die Umbenennung beider Gebäude verdeutlicht, in welcher großen Tradition Senckenberg seine Forschung fortführt – und dass es gleichzeitig seine Verbundenheit zur Stadt Frankfurt behält“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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