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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Niddaer Heimatmuseum ist „Museum des Monats“ November

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
30.11.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Auszeichnung würdigt lebendige Kulturvermittlung und vorbildliche Wertschätzung des historischen Erbes

Übergabe der Auszeichnung „Museum des Monats“
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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein gratuliert dem Vorsitzenden Reinhard Pfnorr (l.) zur Auszeichnung „Museum des Monats“ für das Niddaer Heimatmuseum.
© kunst.hessen.de

Nidda. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute das Niddaer Heimatmuseum als „Museum des Monats“ November ausgezeichnet und 1000 Euro Preisgeld an den Trägerverein überreicht. Das Heimatmuseum wurde 1983 im ehemaligen Stadtwirtshaus „Zum Stern“, ein um 1632 erbautes Fachwerkhaus, eröffnet. An die Geschichte des Hauses erinnert eine nachgebaute Gaststube, in der Exponate zum heimischen Brauereiwesen und zur Apfelkelterei zu sehen sind. Heute wird auch das benachbarte Alte Rathaus als Museumsgebäude genutzt.

Stolz auf vielfältige Museumslandschaft

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Hessen ist stolz auf seine vielfältige Museumslandschaft und die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die das historische Erbe an die nächsten Generationen weitergeben. Mit unserer Auszeichnung möchten wir das großartige Engagement würdigen und auf die wertvolle Kulturvermittlung aufmerksam machen. Das Betreiben eines Museums bedeutet einen enormen Arbeitsaufwand: Museumsaufsicht, Konzepte erarbeiten, Leihgaben koordinieren, Inventarisieren, auch Renovierungen und Sanierungen bleiben nicht aus. Die Mitglieder des ‚Niddaer Heimatmuseum e.V.‘ haben hier langjähriges und unermüdliches Engagement bewiesen und die Auszeichnung als ‚Museum des Monats‘ mehr als verdient. Mein Dank gilt insbesondere dem Museumsleiter Reinhard Pfnorr, der hier seit Jahren Bedeutendes leistet.“

Von der Steinzeit bis zum Handwerk

Auf über 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche geben steinzeitliche Werkzeuge sowie Funde aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte. Maschinen und Einrichtungsgegenstände der ehemaligen Niddaer Druckerei Cloos sowie auch die Entwicklung des Zeitungswesens in der Stadt finden sich In der stadt- und regionalgeschichtlichen Ausstellung. Abteilungen zum Schmiede- und Schlosserhandwerk, zur Sattlerei und zum Schuhmacherhandwerk und den holzverarbeitenden Handwerken Küfer, Böttcher, Wagner, Zimmerer, Schreiner und Drechsler befinden sich im zweiten Obergeschoss. Eine neue Abteilung über die Möbelfabrik C. Ringshausen mit Beispielen ihrer Produkte bis in die frühen 1960er wurde 2011 eröffnet. 2012 folgte eine Abteilung über Niddaer Berufsfotografen des 19. und 20. Jahrhunderts. Regelmäßige Sonderausstellungen zur Heimatgeschichte, Vortragsveranstaltungen und auch Kunstausstellungen ergänzen das museale Angebot. Gegenwärtig werden beide Fassaden des Museumsgebäudes nach Vorgaben der Denkmalpflege renoviert.

Wechselnde Sonderausstellungen

„Das Niddaer Heimatmuseum bietet eine wirklich sehenswerte Dauerausstellung in liebevoll gestalteter Szenerie und weiß die Besucherinnen und Besucher mit seinen wechselnden Sonderausstellungen wie zuletzt über das Alltagsleben in der DDR zu begeistern. Daher freue ich mich sehr, dass das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst das Niddaer Heimatmuseum in diesem Jahr mit 15.000 Euro aus den Landesmitteln für ‚Museen im ländlichen Raum‘ unterstützen konnte“, sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Was ist das Museum des Monats?

Die Auszeichnung „Museum des Monats“, die mit 1.000 Euro dotiert ist, wird seit Juni 2018 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen. Der Hessische Museumsverband trifft hierfür eine Vorauswahl aus den mit Projektfördermitteln des Landes Hessen privatrechtlich geförderten Museen. Die Mindestanforderungen an ein Museum müssen erfüllt sein, weiterhin geht es um qualitätsvolle Museumsarbeit, die sich durch besondere Vermittlung, Forschung oder Ausstellungen auszeichnet. Bevorzugt werden Museen im ländlichen Raum ausgewählt.

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Herr Christoph Schlein
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