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Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Otto-Ubbelohde-Haus bringt Schreibende und Einheimische zusammen

Thema: 
Kunst und Kultur
31.07.2020Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Ministerin Dorn besucht Autorenresidenz / Förderung über 42.750 Euro

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Otto-Ubbelohde-Haus von außen
Die Otto-Ubbelohde-Stiftung setzte das Anwesen im Stadtteil Goßfelden wieder instand und eröffnete es im November 1999 als Museum.
© kunst.hessen.de

Lahntal-Goßfelden. Schreiben und Leben im ländlichen Raum – mit möglichst viel Austausch zwischen Schriftsteller oder Schriftstellerin und Einheimischen: Das ist das Konzept der Autorenresidenz. Seit vergangenem Jahr gibt es auf Initiative des Vereins „Zwei Raben: Literatur in Oberhessen“ im Otto-Ubbelohde-Haus eine solche idyllische Arbeitsstätte in Lahntal-Großfelden. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn hat das Haus, das gleichzeitig ein Museum ist, heute besucht und einen Förderbescheid über 42.750 Euro übergeben.

Ländlicher Raum im Fokus der Literatur

„Das Otto-Ubbelohde-Haus hat mich schon begeistert, als wir es vor einem Jahr als Museum des Monats ausgezeichnet haben. Es freut mich, dass es gelungen ist, hier eine Autorenresidenz dauerhaft einzurichten. Ich danke den Vereins- und Stiftungsmitgliedern herzlich, ohne deren Engagement das nicht möglich gewesen wäre“, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Das Konzept rückt unseren ländlichen Raum in den Fokus der Literatur, wo er leider oft gegen hippe großstädtische Schauplätze wenig Chancen haben. Das Charmante: Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller profitieren nicht nur von einer idyllischen Arbeitsumgebung, sondern leben ein Vierteljahr lang in den Dorf- und Kleinstadtgemeinschaften. Sie lernen die Menschen dort kennen, ihre Wünsche und Gedanken, aber auch ihre Probleme – und verarbeiten diese in Texten, die viele Menschen erreichen. Beim Otto-Ubbelohde-Haus kommt noch die märchenhafte Natur hinzu, die ein wichtiger Teil des Künstlerwerks war und die auch in der Arbeit der Autorinnen und Autoren eine große Rolle spielt.“

Autorinnen und Autoren zu Gast

Der 1876 in Marburg geborene Landschaftsmaler und Grafiker Otto Ubbelohde wurde durch seine Illustrationen der Märchen und Sagen der Brüder Grimm bekannt. 1991 übergab seine Familie das Künstlerhaus und den künstlerischen Nachlass der Otto-Ubbelohde-Stiftung. Die Stiftung setzte das Anwesen im Stadtteil Goßfelden wieder instand, eröffnete es als Museum und baute die Wohnung im Obergeschoss zu einer Autorenresidenz um. Der Verein „Zwei Raben“ mietet die Wohnung zweimal im Jahr für jeweils drei Monate und lädt Schriftstellerinnen und Schriftstellern ein, hier zu arbeiten. Im September 2019 zog als erste Autorin Marion Poschmann ein. Im Frühjahr 2020 war der Autor Christoph Peters Stipendiat, im Herbst wird der Autor Marcus Braun erwartet.

Austausch mit der Region

Die Ausschreibung der zwei Stipendien pro Jahr richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die sich während des Aufenthaltes mit dem Werk Otto Ubbelohdes und der Landschaft, die es repräsentiert, beschäftigen. Außerdem finden Lesungen und Schreibwerkstätten unter anderem mit Schülerinnen und Schülern der Region statt. Ein direkter biographischer Hessenbezug der Autorinnen und Autoren ist bei diesem Stipendium keine Voraussetzung für eine Bewerbung.

Weitere Residenzen gefördert

Neben dem Otto-Ubbelohde-Haus gibt es das Projekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“, das das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst 2017 gemeinsam mit dem Hessischen Literaturrat gestartet hat. Hier wechseln die Arbeitsstätten jährlich, das Ziel ist das Gleiche: eine intensive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit den kulturellen und städtischen lokalen Akteuren und der Bevölkerung.

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Herr Volker Schmidt
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