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Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein

Pferdekopf aus vergoldeter Bronze für sechs Wochen in Berlin zu sehen

Thema: 
Kunst und Kultur
06.11.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Fund aus Waldgirmes einer der Höhepunkte in der Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ im Gropius-Bau

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Pferdekopf
Der Pferdekopf, der Teil einer Reiterstatue des Kaisers Augustus gewesen war, wurde 2009 bei archäologischen Grabungen in Lahnau-Waldgirmes gefunden.
© wissenschaft.hessen.de

Wiesbaden/Berlin. Die spektakulärsten archäologischen Funde der vergangenen 20 Jahre von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert sind seit 21. September im Berliner Gropius-Bau in der Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ zu sehen. Dazu zählt auch der rund 2000 Jahre alte Pferdekopf aus vergoldeter Bronze, der 2009 in Waldgirmes gefunden wurde. Das Exponat ist vom 7. November an bis zum 17. Dezember in der Hauptstadt zu sehen, bevor es wieder an seinen eigentlichen Ausstellungsplatz im Römerkastell Saalburg zurückkehrt.

Für Berlin wird eine Ausnahme gemacht

Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: „Der Pferdekopf gehört sicherlich zu den bedeutendsten Fundstücken der vergangenen Jahre – nicht nur in Hessen. Das außerordentlich hohe Besucherinteresse auf der Saalburg unterstreicht die Bedeutung dieses außerordentlich gut erhaltenen Fundes. Wir freuen uns daher, dass das Exponat nun in Berlin einer noch größeren Öffentlichkeit zugänglich wird. Die Schau in Berlin bleibt aber die einzige Ausnahme, wo der Originalfund gezeigt wird.“

Neue Daueraustellung auf der Saalburg

Der 59 Zentimeter lange und 15 Kilogramm schwere Kopf, der Teil einer Reiterstatue des Kaisers Augustus gewesen war, wurde 2009 bei archäologischen Grabungen in Lahnau-Waldgirmes gefunden. Die vergoldete Bronze ist deshalb so gut erhalten, weil der Kopf in elf Metern Tiefe am Boden eines Brunnenschachts in einem Holzfass gelegen hat, also in einem feuchten Milieu unter Sauerstoffausschluss. Seit Mitte August ist das aufwändig restaurierte Exponat im Römerkastell Saalburg zu sehen, wo eine neue Dauerausstellung dem römischen Waldgirmes, seiner Erforschung und Präsentation gewidmet ist. Die Dauerausstellung im Römerkastell ist zwischen November und Februar dienstags bis sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Anlass ist Europäisches Kulturerbejahr

Anlass für die Schau in Berlin ist das Europäische Kulturerbejahr 2018. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte und der Verband der Landesarchäologen im Gropius-Bau haben die Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier steht, organisiert. Allen dort gezeigten Exponaten ist gemein, dass sie trotz ihrer Einzigartigkeit nicht alleine stehen, sondern immer als Teil eines europäischen Netzwerks zu sehen sind. Anhand der vier Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation werden mit über 1000 Exponaten die Folgen überregionaler Interaktion auf persönlicher, wirtschaftlicher und kultureller Ebene erfahrbar gemacht. Der Pferdekopf ist für die Dauer seiner Präsentation in Berlin eines der ganz zentralen und bedeutsamsten Ausstellungsstücke.

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