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Wissenschaftsministerin Angela Dorn

Rat der Vietnamesisch-Deutschen Universität tagt in Wiesbaden

Thema: 
VGU
17.12.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Autonome Hochschule nach hessischem Vorbild strahlt auf Bildungssystem der sozialistischen Republik aus

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Gruppenbild VGU-Rat
Auf Einladung der stellvertretenden Vorsitzenden des VGU-Universitätsrates, Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn (Mitte, lila Blazer), tagte dieser in Wiesbaden im HMWK.
© wissenschaft.hessen.de

Wiesbaden. Der Universitätsrat der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) hat sich im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu seiner elften Sitzung getroffen. Die 2008 auf gemeinsame Initiative von Vietnam und Hessen gegründete Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt ist die erste staatliche vietnamesische Universität mit einem internationalen Partner, die weitgehende Autonomie genießt. Mit der Wahl eines Senats entwickelt sich die VGU weiter als unabhängige Hochschule nach deutschem Vorbild und wirkt so demokratisierend auf andere Bildungseinrichtungen in Vietnam. Auf Einladung der stellvertretenden Vorsitzenden des Universitätsrates, Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn, tagte dieser in Wiesbaden im HMWK getagt. Der vietnamesische Vorsitzende des Rates wurde von Vize-Bildungsminister Prof. Dr. Nguyen Van Phuc vertreten.

Unabhängige Hochschulen sind keine Selbstverständlichkeit

 „Unabhängige Hochschulen sind in vielen Ländern der Welt keine Selbstverständlichkeit“, erklärt Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Die VGU orientiert sich an den auf weitgehende Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen. So stand die Satzung der Technischen Universität Darmstadt Pate für die Satzung der VGU. Ich freue mich sehr, dass dieses Modell in Vietnam Schule macht. Formulierungen aus der Satzung der VGU haben Eingang in das Hochschulgesetz der Sozialistischen Republik gefunden. Auch Lehre und Forschung sind nicht mehr wie einst getrennt, sondern alle staatliche Hochschulen in Vietnam können seit 2015 eigenständig Forschung und Lehre verzahnen. Es weht ein Hauch von Humboldt in Vietnam – und das Land Hessen leistet mit der VGU einen Beitrag dazu. Der erfolgreiche wissenschaftlich-kulturelle Austausch, für den die VGU exemplarisch steht, ist aus meiner Sicht eine wesentliche Grundlage, um den Dialog über die Frage der Menschenrechte erfolgreich zu führen.“

Trilaterales Abkommen

Im Mai wurden Regierungsverhandlungen zu einem trilateralen Abkommen zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem vietnamesischen Ministerium für Erziehung und Ausbildung (MOET) erfolgreich abgeschlossen. Mit diesem Abkommen wird der Rahmen für die rechtliche, organisatorische und finanzielle Absicherung der VGU vereinbart und damit ein zentrales Element für den weiteren Auf- und Ausbau der VGU zwischen den Partnern fixiert. Das Abkommen befindet sich sowohl in Vietnam als auch in Deutschland derzeit im für die endgültige Ratifizierung erforderlichen Beteiligungsprozess. Die Landesregierung und der Bund unterstützen die Finanzierung der Studiengänge und den weiteren Ausbau der Verwaltung der Universität jeweils mit 1,5 Millionen Euro jährlich.

Über 650 Studierende mit Abschluss

Mit einem Lehr- und Forschungsbetrieb von rund 1.200 Studierenden und rund 150 Lehrenden und Beschäftigten in der Verwaltung bietet die Hochschule aktuell elf Studiengänge in Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften an. Mittlerweile haben über 650 Studierende nach erfolgreich bestandenen Prüfungen einen deutschen Universitätsabschluss erhalten. Mit einer Vermittlungsquote von rund 96 Prozent hat die VGU in Vietnam die höchste Quote von Absolventinnen und Absolventen, die binnen drei Monaten nach dem Abschluss eine Festanstellung gefunden haben.

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