Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Robert Gernhardt Preis 2021 geht an Fredy Gareis und Tanja Paar

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
09.07.2021Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Zwei Romanprojekte mit hessischem Literaturpreis ausgezeichnet

Fredy Gareis erhält den Preis für sein Romanprojekt „Kindermund“.
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Fredy Gareis erhält den Preis für sein Romanprojekt „Kindermund“.
© Patrizia Schlosser

Wiesbaden. Fredy Gareis und Tanja Paar erhalten den Robert Gernhardt Preis 2021. Diese Entscheidung der Jury hat Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn heute bekannt gegeben. Den Preis loben das Land Hessen und die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) gemeinsam aus. Die Preisträger teilen sich das von der WIBank gestiftete Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro.

"Wir brauchen literarische Stimmen"

„Ich gratuliere Tanja Paar und Fredy Gareis zum Robert Gernhardt Preis 2021 und wünsche ihnen, dass die Auszeichnung ihnen dabei hilft, die im Entstehen begriffenen Romane zu vollenden“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Im zweiten Corona-Jahr mit noch immer eingeschränkten Kulturveranstaltungen ist die Förderung von Autorinnen und Autoren umso wichtiger geworden, denn wir Leserinnen und Leser brauchen gerade in diesen unruhigen Zeiten literarische Stimmen. Der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen danke ich für die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit in der hessischen Literaturförderung.“

„Das zurückliegende Jahr hat uns mehr denn je vor Augen geführt, wie sehr uns die Inspiration und Freude, die uns Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken schenken, gefehlt haben. Umso mehr freuen wir uns, auch in diesem Jahr wieder einen Autoren und eine Autorin mit dem Robert Gernhardt Preis in ihrem kreativen Schaffensprozess finanziell unterstützen zu können“, sagt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.

Geschichten von Arbeitsmigranten und Dorfkosmos

Fredy Gareis erhält den Preis für sein Romanprojekt „Kindermund“. Es erzählt von vier Kindern, deren Eltern als Arbeitsmigranten nach Rüsselsheim gekommen sind. Die Jury überzeugte das Setting in den 1980er Jahren: „Die Atmosphäre der sich im schleichenden Niedergang befindlichen Arbeiter- und Opelstadt Rüsselsheim kondensiert sich in Gewalterfahrungen im familiären Umfeld. ,Kindermund‘ ist eine Prosa, in der Herkunft, Klasse und Ausbruchssehnsüchte sich auf schlüssige Weise zu einer Coming-of-Age-Geschichte verbinden.“

Tanja Paar erhält den Preis für ihr Romanprojekt „Der Ziegenzirkus“. Es spielt im Kosmos eines Dorfes im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Thüringen. Die Jury überzeugten die unterschiedlichen, aber ausschließlich weiblichen Perspektiven: „Geschickt wechselt Tanja Paar in ihrem Prosatext die Blickwinkel und die Stillagen, um die Konflikte zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen anschaulich zu machen. Es geht um Selbstoptimierung, Selbstfindung und Selbstüberforderung. Und darum, welche Bedeutung der Begriff Heimat in der Gegenwart haben kann.“

Um den Robert Gernhardt Preis 2021 konnten sich Autorinnen und Autoren bewerben, die aktuell an einem größeren literarischen Projekt arbeiten und einen Bezug zu Hessen im Lebenslauf oder im geplanten literarischen Projekt haben. Der Preis wird am 7. September 2021 in Bad Homburg verliehen.

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