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Wissenschaftsminister Boris Rhein

Rund 1,2 Millionen Euro für Forschung in Mittelhessen

Thema: 
Wissenschaft, LOEWE
01.03.2017Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Landesprogramm LOEWE fördert wissenschaftliche Projekte, die an ökonomischen, ökologischen und gesundheitsfördernden Lösungen arbeiten

Wissenschaftsminister Boris Rhein (l.) über gibt die Urkunde an Biodermic-Geschäftsführer Michael Merzhäuser.
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Wissenschaftsminister Boris Rhein (l.) über gibt die Urkunde an Biodermic-Geschäftsführer Michael Merzhäuser.
© THM

Wiesbaden. Drei Forschungsprojekte aus Mittelhessen haben Unterstützung vom Land Hessen bekommen. Entwickelt werden eine Software für kleinere Onlinehändler, die sie konkurrenzfähiger machen soll, ein Screeningverfahren für risikobehaftete Stoffe in frei käuflicher Kosmetik und ein Modell, das die bessere Wiederverwertbarkeit von Photovoltaik-Anlagen ermöglichen soll.

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat den Forscher-Teams Förderbescheide über insgesamt rund 1,2 Millionen Euro überreicht. Die Mittel stammen aus dem bundesweit einmaligen Forschungsförderprogramm LOEWE, mit dem auch KMU-Verbundprojekte unterstützt werden. In diesen Projekten arbeiten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hessen mit Wissenschaftseinrichtungen an innovativen Produkten und Dienstleistungen.

Probleme aus dem Alltag lösen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die geförderten Projekte gehen Probleme an, die viele Menschen aus ihrem Alltag kennen: Sie ärgern sich über unpassende Kaufempfehlungen in Online-Shops oder wissen nicht, welche Inhaltsstoffe in Kosmetika ihre Haut reizen. Die Forschungsergebnisse führen zu konkreten Lösungen. LOEWE gibt somit Anstoß für Innovationen in der Wirtschaft – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Und das kommt Kunden und Verbrauchern direkt zugute.“

Software für Online-Händler

Einen Förderbescheid von über rund 438.000 Euro übergab Wissenschaftsminister Boris Rhein in Wettenberg. Im Rahmen des Projektes „Predictive Analytics in Realtime-Online-Targeting (PAROT)“ hat die Firma Dastani Consulting GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule Mittelhessen eine Software für Onlinehändler entwickelt. Diese soll es besonders auch kleineren Anbietern möglich machen, Kunden individuell auf sie zugeschnittene Werbung anzubieten. Bisher war das aus Kostengründen vorwiegend großen Onlinehändlern vorbehalten.

Screening hilft empfindlicher Haut

Rund 398.000 Euro Förderung des Landes gab es für das Gießener Projekt „Entwicklung eines Screeningverfahrens zur Identifizierung von für die Hautmikroflora problematischen Hilfsstoffen in Kosmetika“. Ziel ist es, Stoffe in frei verkäuflichen Kosmetika, die Hautleiden verschlimmern oder sogar auslösen, durch ein neuartiges Screeningverfahren zu identifizieren Dabei liefert die Firma Biodermic Health & Beauty GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen Ergebnisse, die sowohl für Rohstofflieferanten und Kosmetikhersteller als auch für Kunden von großem Interesse sind.

Recycling-Prozess für Photovoltaik-Anlagen

Für das Projekt „PV-REC – Entwicklung einer modularen Cradle to Cradle Prozesskette zum funktionserhaltenden Recyling von Photovoltaik-Modulen“ übergab Wissenschaftsminister Boris Rhein rund 366.000 Euro in Wetzlar. Gemeinsam mit der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, der Rühl Solar GmbH, der ZME Elektronik Recycling GmbH und der SM InnoTech GmbH & Co. KG forscht die Technische Hochschule Mittelhessen an einer Kette von Recycling-Prozessen bei Photovoltaik-Anlagen. Die gesetzlich geforderte Recyclingquote kann bisher nur sehr kostenintensiv erfüllt werden. Ein neues Verfahren soll die Anlagen so demontieren, dass enthaltene Silizium-Zellen, Aluminium-Rahmen und Glasabdeckungen für neue Anlagen wiederverwendet werden können.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Alle drei Projekte haben nicht nur einen greifbaren Nutzen für Kunden und Unternehmen im Blick. Sie tragen auch zum, Jobmotor Hessen‘ bei – genau wie all die anderen KMU-Verbundprojekte, die LOEWE fördert. Besonders freue ich mich über die vielen jungen Unternehmen, die an den Forschungsvorhaben beteiligt sind. Gerade sie sind innovativ, flexibel am Markt und schaffen Arbeitsplätze.“

Was ist LOEWE?

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit LOEWE hat die Landesregierung von 2008 bis 2016 rund 671 Millionen Euro für die Förderung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2017 beläuft sich das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 58 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Seit 2008 verwaltet die HA Hessen Agentur die LOEWE-Förderlinie 3 (KMU-Verbundvorhaben) im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

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