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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

St. Cäcilia in Heusenstamm ist „Denkmal des Monats“ September

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
14.09.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Förderverein Balthasar-Neumann-Heusenstamm erhält Auszeichnung

Verleihung der Plakette
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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (vorn, 2.v.l.) überreichte die Plakette an Norbert Holzamer vom Vorstand des Fördervereins Balthasar-Neumann-Heusenstamm e.V.(rechts daneben). Ebenfalls auf dem Bild: Pfarrer Martin Weber (vorn links), Stadtrat Uwe Michael Hajdu (hinten links), MdL Ismail Tipi (vorn rechts) sowie Fördervereins-Ehrenmitglied Herbert Margraf.
© kunst.hessen.de

Heusenstamm. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute zum vierten Mal die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ überreicht. Der Preis geht an den Förderverein Balthasar-Neumann-Heusenstamm. Die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ ist mit 1.000 Euro dotiert und ehrt insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

Erhaltung einer wunderbaren Kirche

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Förderverein Balthasar-Neumann-Heusenstamm hat mit seinem Engagement für die Erhaltung dieser wunderbaren Kirche in Heusenstamm hervorragende Arbeit geleistet. Das unermüdliche Werben um Spenden und auch die Organisation von kulturellen Angeboten, wie den zahlreichen Konzertveranstaltungen, zeugen von höchstem Engagement bei der ehrenamtlichen Betätigung.“

Restaurierung wertvoller Fresken

Den Förderverein Balthasar-Neumann-Heusenstamm, der nach dem Architekten von St. Cäcilia benannt ist, wurde 1996 gegründet. Er hat mittlerweile mehr als 300 Mitglieder, die sich für den Erhalt aller drei katholischen Kirchen in der Stadt einsetzen. Anlass der Vereinsgründung war die Restaurierung der kunstgeschichtlich wertvollen Fresken in der barocken Kirche St. Cäcilia, die 1735 durch Gräfin Maria Theresia von Schönborn als Begräbnisstätte für ihre Familie in Auftrag gegeben und 1756 geweiht worden ist.

Einige Projekte stehen noch an

In einer ersten, bis 1998 andauernden Sanierungsmaßnahme wurden die von dem barocken Maler Christoph Thomas Scheffler geschaffenen Fresken restauriert. In den nachfolgenden Jahren wurden und werden auch weiterhin Projekte zur Erhaltung der Kirche gefördert, darunter die bildhauerische Ergänzung an den Epitaphien, die Restaurierung der Kreuzigungsgruppen im Außenbereich der Kirche, die Renovierung der Außenfassade, die Sanierung von Sockel und Außentreppe, im Inneren die Renovierung der Orgel und die Restaurierung des Taufbeckens sowie des Marien- und Cäcilienbildes.

Vorbildlicher Einsatz

„Durch den wahrhaft vorbildlichen Einsatz des Fördervereins ist es gelungen, St. Cäcilia denkmalgerecht zu sanieren und dieses Schmuckstück für die Nachwelt zu erhalten“, betonte Minister Boris Rhein bei der Besichtigung. Der prunkvoll gestaltete Kirchenraum mit seinen aufwändigen Deckengemälden und dem ebenso beachtlichen Altar seien besonders beeindruckend.

Ehrenamt ist unersetzliches Standbein

Der Minister lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen, die ein nicht wegzudenkendes, unersetzliches Standbein der Denkmalpflege sei. Der Schutz von Denkmalen zeige die Wertschätzung, die man der Kultur seines Landes entgegenbringe. „Die Denkmalpflege ist ohne das Engagement zahlreicher Vereine, Initiativen und Einzelpersonen nicht denkbar. Davon hängen der Erhalt einer großen Zahl von Baudenkmälern und die Erfassung zahlreicher Bodendenkmäler in ganz Hessen ab“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements hat das Land Hessen deshalb die Denkmal-Fördermittel ab diesem Jahr um 200.000 Euro erhöht, um die Menschen bei der Erhaltung ihrer Schätze, in die sie so viel Zeit, Herzblut und Geld stecken, zu unterstützen. „Bürgerschaftliches Engagement ist auch in der Denkmalpflege der Motor, der unsere demokratische Zivilgesellschaft am Laufen hält.“

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