Startseite Presse Pressemitteilungen Trägerin des Hein-Heckroth-Bühnenbildpreises 2019 lässt es im Theater schneien
Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn

Trägerin des Hein-Heckroth-Bühnenbildpreises 2019 lässt es im Theater schneien

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
01.03.2019Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Prof. Katrin Brack überzeugt mit atmosphärischen Arbeiten / Preisverleihung im April

katrin_brack_querformat_mittelgross_foto_konrad_brack.jpg

Porträtbild von Prof. Katrin Brack
Lässt auf der Bühne Konfetti rieseln und Nebel aufsteigen: Hein-Heckroth-Bühnenbildpreisträgerin Prof. Katrin Brack aus Wien.
© Konrad Brack

Wiesbaden. Der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis 2019 geht an eine Frau: Die international erfolgreiche Bühnen- und Kostümbildnerin Prof. Katrin Brack aus Wien hat mit ihren minimalistischen, kraftvollen Arbeiten überzeugt. Der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis wird alle zwei Jahre vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen e. V. und der Stadt Gießen verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im April überreicht.

Exzellenter internationaler Ruf

„Immer mehr Frauen leisten Großartiges für die Bühnenbildnerei. Deswegen freut es mich, dass die diesjährige Entscheidung zum zweiten Mal in der Geschichte des Preises auf eine Vertreterin ihrer Zunft gefallen ist, die zudem einen exzellenten internationalen Ruf genießt. Die Arbeiten von Prof. Katrin Brack sind reduziert, thematisieren das Abwesende und sind gerade darin von größter Sinnlichkeit und voller Atmosphäre. In ihrer Arbeit wird der Raum zum Akteur, die Bühne zu einem selbstbewussten Kunstwerk“, sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

Konfetti und Nebel auf der Bühne

Bekanntheit in der Theaterwelt erlangte die Preisträgerin mit Räumen, in denen beispielsweise permanent Konfetti rieselt oder Nebel über die Bühne kriecht, Räume, in denen über Stunden Schneetreiben oder Dauerregen herrscht.

Auch Prof. Katrin Brack selbst durfte einen Preisträger vorschlagen – für den Hein-Heckroth-Förderpreis 2019, den die Stadt Gießen stiftet. Sie entschied sich für den Bühnenbildner Manuel Gerst. Er ist Gründungsmitglied der Theatergruppe Monster Truck, die seit 2005 an der Schnittstelle zwischen Performance und bildender Kunst arbeitet.

Preisgeld in diesem Jahr verdoppelt

„Manuel Gerst schafft beeindruckende Bühnenbilder und vereint darin verschiedene Kunsttypen. Um der Kunst der Bühnenbildnerei noch mehr Wertschätzung entgegenzubringen, haben wir in diesem Jahr die Preisgelder für beide Auszeichnungen verdoppelt“, ergänzte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

Mehrfach ausgezeichnet

Katrin Brack, geboren 1958 in Hamburg, studierte von 1978 bis 1984 Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Danach wurde sie Bühnenbildassistentin am Schauspielhaus Bochum. Seither entwarf sie Bühnenräume an Theatern wie den Münchner Kammerspielen, der Berliner Schaubühne, dem Schauspiel Hannover, der Volksbühne Berlin, dem Hamburger Thalia Theater und dem Wiener Burgtheater. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST und dem Goldenen Löwen auf der Theaterbiennale in Venedig. Seit 2009 ist Katrin Brack Professorin für Bühnenbild und Kostüm an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie lebt in Wien.

Die beiden Auszeichnungen werden in einem Festakt am Sonntag, dem 7. April 2019, um 11 Uhr im Stadttheater Gießen überreicht. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier wird an der Preisverleihung teilnehmen und den Hauptpreis an Prof. Katrin Brack übergeben.

Zu den beiden Auszeichnungen

Der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Bühnenbildnerinnen und Bühnenbildner, die in ihre Arbeiten die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst kreativ einfließen lassen – ganz im Sinn des aus Gießen stammenden Malers, Bühnenbildners und Oscar-Preisträgers Hein Heckroth (1901 – 1970). Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind Erich Wonder, Karl-Ernst Herrmann, Achim Freyer, Robert Wilson, Christoph Schlingensief, Anna Viebrock, Bert Neumann und Gero Troike.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
Schließen