Villa Grün und Wilhelmsturm in Dillenburg sind erstes „Museum des Monats“ | Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein

Villa Grün und Wilhelmsturm in Dillenburg sind erstes „Museum des Monats“

Thema: 
Kunst und Kultur, Ehrungen
06.06.2018Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Neue Auszeichnung ehrt auch ehrenamtliches Engagement

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (rechts) überreicht Armin Rau, dem ersten Vorsitzenden des Dillenburger Museumvereins, die erste Urkunde für das Museum des Monats.
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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (rechts) überreicht Armin Rau, dem ersten Vorsitzenden des Dillenburger Museumvereins, die erste Urkunde für das Museum des Monats.
© kunst.hessen.de

Wiesbaden/Dillenburg. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die erste Auszeichnung „Museum des Monats“ überreicht. Der Preis geht an den Dillenburger Museumsverein – für gleich zwei hervorragende Projekte: Die von ihm betreute Villa Grün, ein wirtschaftsgeschichtliches Museum, nimmt die Besucherinnen und Besucher mit unter Tage und zeigt unter anderem im Keller der Villa den Bergbau der Region. Im benachbarten Wilhelmsturm präsentiert der Verein anschaulich die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau. Die Auszeichnung „Museum des Monats“ ist mit 1.000 Euro dotiert.

Hervorragender Start für Aktion

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Dillenburger Museumsverein legt mit seiner Arbeit einen hervorragenden Start für unsere neue Auszeichnung hin. In den beiden Museen stecken viel Engagement, Know-how und Herzblut: Mitmach-Angebote, aufwändig gestaltete Räume und digitale Raffinessen machen den Besuch zum Erlebnis und die Stätten zu kleinen Kulturperlen der Region. Ich gratuliere herzlich zur Auszeichnung.“

Wirtschaftsgeschichte zum Anfassen

In der Villa Grün befindet sich seit 1983 das wirtschaftsgeschichtliche Museum. In über 20 Räumen werden hier die wirtschaftliche Entwicklung und die Struktur des Dillgebietes eindrucksvoll dokumentiert. Ein besonderer Höhepunkt ist der umgestaltete Keller: Große Bilder an der Wand, Förderkörbe, Grubenanzüge, geschickte Beleuchtung und Geräusche erwecken den Eindruck, tatsächlich in einer Eisenerzgrube der Region zu sein. In den oberen Stockwerken geht es um Produkte und Dokumente heimischer Firmen. Hier gibt es alte gusseiserne Öfen, Herde, Kamin- und Ofenplatten und Kunstgussteile zu sehen. Verschiedene ehemalige Handwerke, die im Dillgebiet ansässig waren, werden ebenfalls vorgestellt.

Fokus auf Wilhelm von Oranien

Im Wilhelmsturm, dem Wahrzeichen der Stadt auf dem ehemaligen oberen Schlosshof, befindet sich das Oranien-Nassauische Museum mit vielen Ausstellungsstücken zur Geschichte Wilhelms von Oranien, der im Dillenburger Schloss geboren wurde. Auf einer beleuchteten Glaswand wird die Geschichte des langen Freiheitskampfes der Niederländer von 1568 bis 1648 erzählt. Ein neugestalteter Stammbaum zeigt die Verbindung des Hauses Nassau-Dillenburg zum heutigen niederländischen Königshaus. Und im Zentrum der neu gestalteten Eingangshalle erfahren die Besucherinnen und Besucher auf vier interaktiven Monitoren vom Leben Wilhelms von Oranien.

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig

„Ohne das Engagement des Dillenburger Museumsvereins wäre die Stadt um einige Attraktionen ärmer. Ich freue mich, dass das Land Hessen über die Projektförderung privatrechtlicher Museen tatkräftig beim Aufbau dieser spannenden Ausstellungen helfen konnte, und wünsche dem Museumsverein weiterhin viel Erfolg. Dieser gelungene Auftakt unserer Aktion macht Lust auf weitere kulturelle Schätze, die wir gemeinsam bekannter machen werden“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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