Wissenschaftsminister Boris Rhein

687.900 Euro Landesförderung für Institut für sozial-ökologische Forschung

Solaranlage zur Grundwasserentsalzung
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In Namibia schuf das ISOE mit der TU Darmstadt diese solargekoppelten Anlagen zur Grundwasserentsalzung. Im Norden Namibias gibt es keine Fließgewässer und das Grundwasser ist teilweise dreimal so salzig wie Meerwasser.
© ISOE

Wiesbaden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt auch in diesem Jahr das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) mit einer institutionellen Förderung von 687.900 Euro. Das Forschungsinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland. Im Zentrum der Forschung stehen die Themenfelder Wasser, Energie, Mobilität und Ernährung.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Das ISOE ist ein in Hessen einmaliges und bundesweit anerkanntes Forschungsinstitut von überregionaler Bedeutung. Mit seinem Schwerpunkt auf Fragen einer nachhaltigen Entwicklung greift das ISOE zentrale, drängende Probleme der Gegenwart auf. Damit hat das Institut eine Lücke in der hessischen Wissenschaftslandschaft geschlossen.“

Pilotanlagen erschließen Wasserquellen

Seit über 25 Jahren entwickelt das Institut wissenschaftliche Entscheidungsgrundlagen und verbindet dabei die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung, die Natur mit der Sozialwissenschaft sowie die Wissenschaft mit der Gesellschaft. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Vernetzung mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Hessen. Auf dem Gebiet der nachhaltigen Verwendung knapper Wasserressourcen entwickelt das ISOE beispielsweise im nördlichen Namibia Pilotanlagen, mit denen sie Wasserquellen erschließen und ein Multi-Ressourcenmix etablieren. Das bedeutet, unterschiedliche Wasserquellen, -arten und -qualitäten für verschiedene Zwecke zu nutzen; zum Beispiel in hoher Qualität als Trinkwasser und in niedriger Qualität, um Gärten zu bewässern. Entscheidend dabei ist, dass die Bevölkerung die Entwicklung und Umsetzung der Technologien begleitet und beeinflusst. Das Projektteam bildet die Menschen vor Ort aus: für den Bau, die Wartung, die Bedienung der Anlagen oder auch im Gartenbau.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Forschungskonstellationen, die Disziplinen übergreifend arbeiten, gewinnen gerade mit Blick auf Phänomene wie den Klimawandel oder den Verlust an Artenvielfalt zunehmend an Bedeutung.“

Zusammenarbeit mit Goethe-Universität

Darüber hinaus bringt das ISOE Im Rahmen der langjährigen Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt seine Forschungserfahrung in die Lehre ein und beteiligt sich an der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

„In Hessen gibt es ein breites fachliches Spektrum an Forschungseinrichtungen. Das ISOE ist eine der drittmittelstärksten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in unserem Land. Es nimmt eine Brückenfunktion zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung wahr und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Hessen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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